Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 9.12.2012 
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Scientology - ein Kontrollsystem
 
 Überwachung und Kontrolle
Scientology überwacht die eigenen Anhänger und die Kritiker.
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
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"Wir benützen die herkömmlichen Spionagetechniken" (L. Ron Hubbard HCO PL 17.2.66) 

Die Top-Spione von Scientology

Die Polizeidetektive Paul Marrick ("Junior“) und Greg Arnold ("Juniors Bruder“) wurden 1988 durch Marty Rathbun ("Drei“) angeheuert für dessen Boss, Scientology-Führer David Miscavige ("Fürst“). Mehr als zwei Jahrzehnte hatten sie Pat Broeker ("Gärtner“) und zuletzt auch Rathbun beobachtet. Broeker war nach Hubbards Tod als dessen Nachfolger im Gespräch. Miscavige bootete ihn aus, liess ihn aber vorsichtshalber beobachten. Mindestens 10 Millionen Dollar hat Scientology dafür ausgegeben. Im Juni 2012 stellte Scientology die monatlichen Zahlungen ein. Marrick und Arnold erhoben Klage. 

Darüber berichteten Joe Childs and Thomas C. Tobin am 30.9.2012 in der Tampa Bay Times (früher St. Peterburg Times). Titel: "Two detectives describe their two-decade pursuit of an exiled Scientology leader".  Der Journalist Tony Ortega berichtete am 29.11.2012 in seinem Blog ("Scientology’s Master Spies"). Eine Übersetzung des Ortega-Artikels befindet sich seit dem 9.12.2012 in Wilfried Handls Blog. Titel: "Die Top-Spione von Scientology". Ortega: 

  • "Bevor die Verhandlungen für den Vergleich begannen, verbrachten die beiden Detektive im September etwas mehr als 24 Stunden damit, Reportern das einzige und letztendliche Interview zu geben. Hier ist nun eine Darstellung dieser kurzen Zeitspanne, die ein seltenes Fenster in die Schattenwelt von Scientology darstellt."
  • "Neben dem Abhören von Broekers Gesprächen, bezahlten Marrick und Arnold auch Müllarbeiter, um seinen Müll zu ihnen geliefert zu bekommen. Sie siebten ihn durch, sie trugen mehr Informationen über seine Gewohnheiten und Tätigkeiten zusammen."
Am 25.9.2012 fuhren Marrick und Arnold zu Marty Rathbun. In dessen Nachbarhaus hatten sich andere Detektive eingemietet, die den Besuch vermutlich beobachtet haben. Kurz darauf begannen Vergleichsverhandlungen. Weitere Interviews waren damit ausgeschlossen. 
 
 
 
 
 

Das Kontrollsystem basiert auf:

 
 
"Scientology ist im Prinzip ein Kontrollsystem. Es ist wie ein Staat mit eigenen Gerichten, einer eigenen Polizei, Strafen und Belohnungen. Es ist modelliert nach der Struktur einer verschworenen Gemeinschaft - genau wie die CIA, der Islam, die Mormonen, usw. Drinnen sind die, die im Besitz der Wahrheit sind und folglich immer recht haben - draußen sind die roten, die Abtrünnigen, die Ungläubigen, die Suppressiven
        Und wie macht Hubbard das? Mit dem E-Meter natürlich. Der E-Meter ist - unter anderem - in der Hand des Experten ein zuverlässiger Lügendetektor. ... Mit diesem Gerät kann sich also jede Organisation zu einem Gott machen, vor dem sich keine Tat und kein Gedanke verbergen läßt. Außerdem ist der E-Meter ein Bio-Feedback Instrument, das einen schwachen Stromstoß durch das Gehirn schickt. Die ständig wiederholten Kommandos während des Auditing lenken das Bewußtsein des Betreffenden in bestimmte Regionen des Gehirns. Es handelt sich also um also um eine Art elekrische Stimulation dieser Gehirnregion. Das könnte eine Erklärung sein für die präzisen Bilder und Bildfolgen, die man manchmal beim Auditing sieht". 
Aus William S. Burroughs: "Ali's Smile - Naked Scientology" S. 39
 
 
 

Die Akten über die Anhänger - die "Folders"

Dazu Akten.htm

Über jeden Scientology-Anhänger werden Akten angelegt.
Darin enthalten insbesondere auch die Protokolle der Verhöre, Auditing genannt.
Bei den Verhören wird das E-Meter benutzt, ein Lügendetektor.
Abgefragt wird oft nach Formularen, zum Beispiel dem Bekenntnisformular.
Dabei geht es nicht etwa um das Bekenntnis zu Gott, sondern um das Bekenntnis zu Straftaten quer durch das Srtafgesetzbuch.
 
 
 

Die "Wissensberichte" der Anhänger

Dazu auch: Die "Wissensberichte": Jeder Scientologe bespitzelt jeden Scientologen

Anhänger müssen Berichte abgeben über
"gewisse AngeIegenheiten, die für RTC wichtig und von Interesse sind",
"jemand, der Ihnen rät, keine Wissensberichte an RTC zu schreiben".
Auch der Maler Gottfried Helnwein hat einen solchen Bericht geschrieben, über den Besuch eines Freundes und dessen Partnerin in Helnweins Haus.
Derselbe Helnwein, der sich am 8.10.96 bei Alfred Biolek zum Thema "Ausgegrenzt und geächtet" äußerte.
Vgl. dazu: Helnwein und Scientology
 
 
 
 

Der Geheimdienst

Dazu: Geheimdienst.htm

Über den Umgang mit Kritikern: "Wir machen den Feind fertig, wann immer er zum Vorschein kommt."

 
 
 

Das Strafsystem ("Ethik")

Was Scientology als Ethik bezeichnet, ist in Wahrheit ein drastisches Strafsystem, vgl. Ethik.htm

Beispiel: Der Trennungbefehl
 
 
 

Staatsanwaltschaft München:

L. Ron Hubbard (HCO PL 21.2.61, OEC Band 1 Seite 110):
 
"Da jegliche Kontrolle, die wir gegenüber der Öffentlichkeit ausüben, zu einer besseren Gesellschaft führt, ist es absolut gerechtfertigt, das wir Kontrolle ausüben"  "As any control we exert upon the public brings about a better society, we are entirely justified in using control."
 
 William S. Burroughs:
"Scientology ist im Prinzip ein Kontrollsystem. Es ist wie ein Staat mit eigenen Gerichten, einer eigenen Polizei, Strafen und Belohnungen. Es ist modelliert nach der Struktur einer verschworenen Gemeinschaft - genau wie die CIA, der Islam, die Mormonen, usw. Drinnen sind die, die im Besitz der Wahrheit sind und folglich immer recht haben - draußen sind die roten, die Abtrünnigen, die Ungläubigen, die Suppressiven. Und wie macht Hubbard das? Mit dem E-Meter natürlich. Der E-Meter ist - unter anderem - in der Hand des Experten ein zuverlässiger Lügendetektor. ... Mit diesem Gerät kann sich also jede Organisation zu einem Gott machen, vor dem sich keine Tat und kein Gedanke verbergen läßt."
(William S. Burroughs: Ali's Smile - Naked Scientology" S. 39).
 
 
 

Scientology besitzt und benutzt die Instrumente der Kontrolle:

 
 
 
 
 
 
Überwachungskameras in Hamburg 
Die Morgenpost Hamburg berichtete 8.12.99 unter dem Titel "Vorsicht, Kamera!" über Kameras auf dem Dach der Sekten-Zentrale in der Domstrasse: "Spitzel-Sekte Scientology?". 

Der Datenschutzbeauftragte verlangt Auskunft über Art und Umfang der Video- und Foto-Aufzeichnungen. Es sei unzulässig, Nachbarschaft, Plätze und Straßen zu filmen. Die rasche Löschung von Aufnahmen müsse sichergestellt sein. 

Scientology-Specher Frank Busch gab an, die Videokameras auf dem Dach des Bürogebäudes dienten der eigenen Sicherheit. Die Kameras seien nur nachts in Betrieb, andere Gebäude oder Passanten würden nicht gefilmt, sagte Präsidentin Gisela Hackenjos. Scientology lud "die gesamte Hamburger SPD" zu einem Besichtigungstermin ein. 

Die SPD-Fraktion hatte in einer Kleinen Anfrage erklärt, seit einigen Tagen sei zu beobachten, "dass Personen die Umgebung des Gebäudes Domstraße 9, insbesondere die umliegenden Bürogebäude, filmen". 

Die Innenbehörde sagte, die Kontrolle des eigenen Grundstücks bedürfe keiner Genehmigung. Die Überwachung des öffentlichen Raums vor dem Gebäude müsse aber beantragt werden, so die Morgenpost. 

 

 

Bericht eines Spaziergängers aus Hamburg zu Positionierung bzw. Bauart der Kamera:

Ich habe gerade im Fernsehen eine ZDF-Dokumentation über das Thema Videoüberwachung gesehen ...
Phantastisch und gleichzeitig erschreckend, was heute technisch machbar ist. Dabei fiel mir die Scientology-Kamera auf deren neuem Hauptquartier am Domplatz ein. Die wurde ja öffentlich kritisiert, aber dann hat die Scientology-Organisation behauptet, dass sie das zur Überwachung des Nahbereichs brauche, und das wars dann wohl. Mehr stand auf jeden Fall nicht im Abendblatt.

Ich ging neulich die Bergstraße hoch. Man kommt dann auf die Mönkebergstraße, genau vor einem steht die Petri-Kirche. Man kann fast nicht anders, als die Petri-Kirche anzuschauen. Und dann schaut man genau in die Überwachungskamera auf dem Dach des Scientology-Hauptquartiers.

Nach dem, was ich heute gesehen habe, kann diese Kamera jede Person, die die Bergstraße hochkommt, sicher identifizieren und automatisch wiedererkennen.
Andererseits ist unschwer zu erkennen, dass sie für die Überwachung des Nahbereichs vor dem Haus der Scientology-Organisation absolut nicht taugt.
 
 

Clearwater: Kameras allenorten

Die Scientology-Gebäude in Clearwater/Florida sind mit zahlreichen solchen Kameras versehen.
Photos von den Kameras mit den dazugehörigen Standorten auf dem Stadtplan zu sehen bei:
http://www.lisatrust.net/Cameras.htm
Daß solche Kameras keineswegs eine Selbstverständlichkeit sind, wird mit einer einfachen Aufforderung verdeutlicht:
"Prüfen Sie Ihre eigene Kirche oder Synagoge, wie viele Kameras darauf sind; prüfen Sie das Rathaus, Ihre Bank oder jede andere Organisation oder Firma ..."
 
 

Scientologys Privatgefängnisse

Kameras auch zur Bewachung des Privatgefängnisses.
Einzelheiten:
RPF: Scientologys Privatgefängnisse
 
 
 



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