Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
   Adresse dieser Seite: http://agpf.de/Archiv/HubbardMarySue-Anklage.htm
Zuletzt bearbeitet am 10.9.2006
zur Homepage  | zur Inhaltsseite  |  AGPF-Spendenkonto
Google

Die Verschwörung Scientology gegen USA 1979
Anklageschrift gegen Mary Sue Hubbard und Schuldbekenntnis
1979 wurde fast die gesamte Führung der Scientology-Organisation in den USA wegen einer Verschwörung gegen die Regierung angeklagt. Die Angeklagten haben ein Schuldbekenntnis abgegeben.


Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum
  • www.AGPF.de: Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt


Englische Version in: 
und: http://www.entheta.net/entheta/go/legal/legal.html

Grösster Spionagefall der US-Gschichte

Arnaldo Lerma schreibt zu diesem Verfahren, es sei "the largest domestic spying case in U.S. history" gewesen, der größte Heimat-Spionagefall der US-Geschichte.

Mehr dazu in deutscher Sprache bei Peter Widmer unter http://www.pewid.ch/SCI/wwc.html
Die Ehefrau des Scientology-Gründers und andere maßgebliche Führungspersonen hatten mit beispielloser krimineller Energie und Dreistigkeit Spionage gegen Behörden betrieben. Zweck war einerseits die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und damit die Vermeidung von Steuerzahlungen und andererseits die Vermeidung von  Vorladungen des untergetauchten Scientology-Gründers L. Ron Hubbard in diesen Steuerverfahren. Teil des Prozesses wegen der Verschwörung war auch ein Verfahren um die Auslieferung der Jane Kember, die sich zunächst in England befand.

Scientology hat sich später von den Verurteilten distanziert.
Zunächst aber wurden die Prozesse durch den Sichere Umgebung Fonds SEF finanziert, vgl.
Der SEF - Save Environment Fonds - Sichere Umgebung Fonds in:


 
 

Aktuell bis heute

Warum stelle ich diese Sache über 20 Jahre später ins Internet?
Weil die Organisation sich niemals dazu bekannt hat.
Weil sie lediglich das Guardian Office in OSA umbenannt hat.
Weil die Organisation daraus offenbar nichts gelernt hat.
Weil dies ein Beleg dafür ist, daß die Organisation nach wie vor ein Sicherheitsrisiko ist.
Weil deshalb nach wie vor gewarnt werden muß, weil sich derartige Handlungen wiederholen können.
Dazu auch: Warum Scientology-Kritik?

Sabine Weber, Sprecherin Scientology:
"Die Floskel Geheimdienst ist ja eigentlich eher eine Erfindung der weltanschaulichen Gegner von Scientology ...."
(in einer Sendung über Mülltonnen-Schnüffelei in den Neunzigern in Deutschland)
 
 
 

Bezeichung auch: The Snow White Trials

Diese Verfahren wurde später auch als The Snow White Trials bezeichnet:
Am 28.4.1973 wurde durch eine geheime "Order Nr. 732" des "Guardian Office" das "Snow White Program"  gestartet, zu dem später 38 Haupt-Projekte und  "unzählbare Unter-Projekte und Unter-Unter-Projekte" gehörten. Zum Deutschland betreffenden Teil dieses Plans vgl. Scientology gegen Deutschland- Das Projekt Snow White - Schneewittchen -
 
 
 
 

Anklage Überblick

Die Anklageschrift zu diesen Verfahren besteht aus zwei Teilen:

Die Seitenzählung in dem ABI-Band mit der Übersetzung ist fehlerhaft.
Ab Seite 59 beginnt die Seitenzählung neu, zunächst mit römischen Zahlen und dann mit der normalen Seitenzählung von Seite 1 bis Seite 284.
In der englischen Version werden diese beiden Teile meist getrennt behandelt.
Ein kleiner Teil der Übersetzung ist auch nachfolgenden Seiten wiedergegeben.
 
 
 
 

Die Anklageschrift

1979 wurden Hubbards Ehefrau Mary Sue Hubbard und die Leiter des Guardian Office wegen einer Verschwörung mit zahlreichen Straftaten angeklagt.
Nach deutschem Recht handelt es sich um die Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Es ging um die Steuerbefreiung der Scientology-Organisation, also hunderte von Millionen Dollar.
Diese Steuerbefreiung wurde 1993 gewährt, unter Umständen, die bis heute nicht geklärt sind und aus Gründen, die bis heute nicht geklärt sind.
Das Aktenzeichen
United States of America vs Mary Sue Hubbard et al, Oct 1979 Criminal No. 78-401
Das englische Original ist zu finden bei http://www.lermanet.com/reference/77Granjurypart1.htm
einschließlich einer Faksimile-Abbildung der ersten Seite.
Die Angeklagten wurden zu Freiheitstrafen verurteilt und haben diese verbüßt.
 
 
Die Anklageschrift wurde 1980 von der ABI - Aktion Bildungsinformation e.V. übersetzt (Kurzbezeichnung ABI 12-80-Seitenzahl). 
Sie liegt seit damals auch der Bundesregierung vor. 
Sie wurde allerdings nur in höchstens 100 Exemplaren verbreitet. 
Das Titelblatt ist rechts abgebildet.
Die Anklageschrift enthält die 28 Anklagepunkte und die Liste der Angeklagten.

 
 
 

Die Beweismittelvereinbarung (Stipulation of Evidence) mit Schuldbekenntnis
 
 
Die Angeklagten haben am Ende der Anklage ein Schuldanerkenntnis unterschrieben. Hier die Unterschriften. 

Einen deutschen Begriff für "Stipulation of Evidence" gibt es nicht. 
Dem Wortlaut nach ist es eine Beweisvereinbarung. 
Das gibt es so im deutschen Recht bisher nicht. Im deutschen Strafprozess findet das üblicherweise in der Verhandlung statt, indem der Angeklagte die Tatsachen "einräumt", also zugibt, was meist strafmildernd berücksichtigt wird. Vereinbarungen sieht die Strafprozessordnung nicht vor, werden aber bei grossen Prozessen in der Praxis getroffen und von der Presse meist als "Kuhhandel" bezeichnet. Dieses Beispiel zeigt, dass eine schriftliche Vereinbarung durchaus im Interesse der Öffentlichkeit sein kann, wenn sie veröffentlicht wird.

Eine größere Version der Unterschriften-Seiten befindet sich auf der Seite


 
 
 

Fundstellen der englischen Version:

Bei Arnoldo Lermas LERMANET: http://www.lermanet.com/reference/stipulationUSvsMSH.txt
ENTHETA.net: http://www.entheta.net/entheta/go/legal/stipul01.txt
worldwidewaif: http://www.wwwaif.net/GO/GOstip/toc.html
 
 
 
 



1. Version dieser Seite installiert am 19.4.2000


Impressum:



Die Website www.Ingo-Heinemann.de wurde eröffnet im September 1998