Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
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Zuletzt bearbeitet am 22.6.2007
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Scientology gegen Deutschland
Das Projekt Snow White - Schneewittchen -


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Scientology gegen Deutschland

Die Darstellung Deutschlands als Nazi-Staat war nicht etwa eine spontane Reaktion auf vermeintlich erlittenes Unrecht. Vielmehr war dies Teil eines langfristig angelegten Plans, der bereits unmittelbar nach Gründung der ersten Scientology-Organisation in Deutschland gefaßt und umgesetzt wurde. So wurde die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. bereits 1973 gegründet (VR München 8166, Ersteintrag 2.10.73) [Anm.1]. Dieser Verein hat von Anfang an Psychiater als Nazi-Mörder diffamiert [Anm. 2].

Am 28.4.1973 wurde durch eine geheime "Order Nr. 732" des "Guardian Office" das "Snow White Program" [Anm. 3] gestartet, zu dem später 38 Haupt-Projekte und  "unzählbare Unter-Projekte und Unter-Unter-Projekte" [Anm.4] gehörten. Ziel war es, negative Berichte verschiedener Regierungen zu beseitigen. Das "PGM Snow White" sah vor, in diesen Ländern Prozesse anzustrengen und "die Sache" schließlich vor die Vereinten Nationen und die europäische Kommission für Menschenrechte zu bringen.

1979 sind zwei Broschüren mit dem Begriff Holocaust im Titel erschienen.
Die Verwendung des Begriffes Holocaust beinhaltet die geplante Ermordung einer Gruppe der Bevölkerung.

Die Holocaust-Broschüren von 1979:
 
 
"Kommt ein neuer Holocaust? 
Der Volksverhetzung angeklagt"
 Hg: Gesellschaft zur Förderung religiöser Toleranz und zwischenmenschlicher Beziehungen e.V.
[Anm. 5].
Diese Broschüre richtet sich in erster Linie gegen private Kritiker, insbesondere die damals gerade gegründete AGPF. Das Begleitschreiben war adressiert an "die Damen und Herren des Deutschen Bundestages".

 
 
 
Gegen den Staat richtet sich eine Broschüre, die von der Scientology- Organisation selbst herausgegeben wurde:
"Holocaust bis 1984". Analysen und Betrachtungen: Das verfassungswidrige und antireligiöse Vorgehen staatlicher Organe der Bundesrepublik Deutschland gegen neue religiöse Minderheiten.
 Herausgegeben: Guardian Office der Scientology Kirche Deutschland HSO München e.V. mit dokumentarischer Unterstützung der Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums e.V. und der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewußtsein e.V.

Die "Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums e.V." nannte sich später "Vereinigungskirche" und war besser bekannt als Moon-Sekte.
Aus einer Presseinformation der Scientology-Organisation (Abbildung oben rechts):
 

 "ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG! Bonn, 2. Mai 1979
 PRESSEKONFERENZ:
 NEUE RELIGIONEN BEFÜRCHTEN WIEDERHOLUNG EINES 'HOLOCAUST'.
 Anläßlich einer Pressekonferenz nahmen ein Vertreter der Scientology Kirche sowie ein Anhänger der indischen Bhagwan-Gemeinschaft Stellung zu den Angriffen gegen Neue Religionen, die größtenteil vom Staatssekretär im Familienministerium, Hans-Georg Wolters, ausgehen.  In einer Broschüre mit dem Titel 'Holocaust bis 1984' werden Fälle der religiösen Diskriminierung aufgezeigt ...
 Für den Inhalt: Kurt Weiland
Kurt Weiland ist heute verantwortlich für die juristische Strategie der Scientology-Organisation (The American Lawyer 7+8/92 S. 78). Die Bedeutung dieser Strategie wird durch eine Information aus demselben Artikel erhellt, wonach einer der Rechtsanwälte (William Drescher) ein Jahreshonorar von 540.000.- Dollar bekommt.

Anmerkungen

Anm. 1 Staatsanwaltschaft München 115 Js 4298/84 v. 24.4.1986, S. 66: "Es kommt daher nicht von ungefähr, daß die Organisation in den Psychiatern, die in der Lage sind, die kompetenteste Kritik zu formulieren, ihre ärgsten Feinde sieht."

Anm. 2 Oberlandesgericht München 21 U 3811/73 Max-Planck-Institut .\. Brendel (vgl. auch LG München 11 O 345\73): Einstweilige Verfügung gegen einen Artikel in der Scientology-Zeitung "Freiheit". Dort war unter Berufung auf die "Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V." das Max-Planck-Institut für angebliche Greueltaten während der Nazi-Diktatur verantwortlich gemacht worden.

Anm. 3 Zum kriminellen Teil dieses Projekts vgl. Anklage gegen Mary Sue Hubbard und andere von 1979, dazugehörig Beweismittel-Vereinbarung und Schuldbekenntnis, Übersetzung: ABI 1980; 12-80-

Anm. 4 GO 1206, 22.6.74

Anm. 5 Vgl. dazu Heinemann: "Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen", 1979, Seite 104: "Motor dieser Gesellschaft ist [...], als Schriftführerin bezeichnet, die tatsächlich einen Schriftwechsel von ungeheuren Ausmaßen inszeniert hat. Den Scientology-Hintergrund hat sie geschickt dadurch getarnt, daß sie sich auch für andere angeblich bedrängte Minderheiten eingesetzt hat." 
 
 
 
 
 



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