Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 15.2.2010 
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 Kurt Fliegerbauer, Scientology, Zwickau und Immobilien
 
 
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Mitte der 1990er kaufte Kurt Fliegerbauer das Schloss Osterstein in Zwickau. Zahlreiche Immobilien folgten. 2000 schrieb er einem Stadtrat von Zwickau: "Diese Stadt hat mir viel zu verdanken. Eines Tages werde ich tatsächlich
Ehrenbürger sein. Im Endeffekt gibt es immer eine Gerechtigkeit" (Nordhausen 2008, S. 390, "Zugriff auf eine ganze Stadt"). Jahrelang hat Kurt Fliegerbauer sich so als Wohltäter von Zwickau geriert und bestritten, dass er Scientologe ist. Tatsächlich liess er sich schon 1986 im Fernsehen als Scientologe vorstellen und erwähnte, dass er bereits 5 Jahre Scientologe sei:
 
Am 28.10.1986 trat Fliegerbauer in der Sendung "Flucht in die Erlösersekten" bei RTLplus auf. Einblendung: "Kurt Fiegerbauer, Scientologe". Moderator Geert Müller-Gerbes begrüsste "zwei Angehörige der Scientology-Church", Scientology-Funktionär Jürg Stettler und Kurt Fliegerbauer. "Sie sind ein schlichtes Mitglied?". Fliegerbauer: "Das ist richtig". Er sei seit 5 Jahren bei Scientology. Vor dem Eintritt habe er sich "das ganz genau angeschaut". Wie er zu Scientology gekommen sei? "Durch meine Frau". Scientology-Kritiker Ralf Mucha stellte klar, dass Fliegerbauer keineswegs nur ganz einfacher Scientologe sei, er sei Vorsitzender des OT-Komitees in München. Fliegerbauer hat dazu nichts gesagt.
 
Derartige Irreführung der Öffentlichkeit ist bei Scientology keineswegs selten.
Noch 1998 behauptete Fliegerbauer: "Ich habe Kurse belegt und bin automatisch Mitglied geworden.“ Von seiner Zugehörigkeit habe er letztlich erst aus der Presse erfahren (>>).
 
Auch Gottfried Helnwein  hat bei Bedarf bestritten, Scientology-Mitglied zu sein. In dessen Terminkalender tauchte Fliegerbauer häufig auf und ist dort in zahlreicher Scientologen-Gesellschaft.

Tatsächlich sind keineswegs alle Scientologen auch Mitglied in einem Scientology-Verein. Deshalb wird in der "Schutzerklärung" auch nicht nach der Mitgliedschaft gefragt, sondern nach der Anwendung von Hubbards Technologie.
 
 
 
 

Fliegerbauer will angeblich Oberbürgermeister von Zwickau werden
 
Quelle: Sächsische Zeitung - Chemnitzer Morgenpost - vom 13.1.05  
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=759177  

Armes Zwickau! Scientologe Fliegerbauer will OB werden  

ZWICKAU - In Zwickau brennt die Luft: OB Dietmar Vettermann (CDU) rennen die Bürgermeister weg, die Hälfte der Amtsleiter rebelliert, der Schuldenberg türmt sich auf (Morgenpost berichtete). Nun setzte Vettermanns Intimfeind, der Baulöwe und Scientologe Kurt Fliegerbauer, noch eins drauf: Er will selber OB werden!  

"So kann es nicht weitergehen", sagt Fliegerbauer. Geschickt nutzt er damit die Krise der Stadtverwaltung aus - und bringt populistisch auf den Punkt, was die meisten Zwickauer denken. "Solange hier jeder gegen jeden arbeitet, nur um irgendwelche Machtspiele oder Pöstchen zu erlangen, wird diese Stadt nicht vorankommen."  

Gegenüber dem Radiosender Zwickau 96.2 sagte der Baulöwe: "Ich werde die Wahl gewinnen." Diese ist zwar erst im Jahr 2008, dafür habe er nun genügend Zeit, eine Lobby um sich zu scharen. Pikant: Sollte er tatsächlich gewinnen, wäre Zwickau die erste deutsche Großstadt mit einem Scientology-OB.  

Vettermann war gestern nicht zu erreichen. Offenbar war er auf Tauchstation gegangen, nachdem es auf einer Personalversammlung der Stadt zum Eklat gekommen war. Ihm und Kämmerer Eugen Kirchdörfer (CDU) hatten einige Amtsleiter lautstark Versagen vorgeworfen. Hintergrund ist das gescheiterte Haushaltkonsolidierungskonzept der Verwaltung (Morgenpost berichtete). (fe)

 
 
 

Ein Drohbrief von Fliegerbauer
(Abbildung zum Vergrössern anklicken)
 
Kurt Fiegerbauer  
Leipziger Str. 30  
08056 Zwickau  

Einschreiben/Rückschein  

Zwickau, den 20.06.03  

Betreff: Mahnbescheid  

Sehr geehrte Frau xxxxxxxxxx  
wer Haß sät, wird Haß ernten.  
Sie wollen an das Erbe meiner Kinder und ich sage Ihnen, wie es enden wird, ich werde an das Erbe Ihrer Kinder gehen.  
Dies wird eine sizilianische Auseinandersetzung, eine bei der es keinen Sieger gibt.  
Falls Sie vom Satan besessen sein sollten, hat die katholische Kirche einige Hilfsmöglichkeiten.  
Sie werden sicher wieder versuchen, alle Menschen zu verwirren, unter Druck zu setzen, um Ihre Unwahrheiten zu einer Wahrheit werden zu lassen.  

Mit freundlichen Grüßen  
Kurt Fiegerbauer   

 
 
 

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Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will.
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Die Praktiken der Seelenfänger
Ch. Links Berlin 1997, ISBN 3-86153-135-6

 
 

Scientology bestätigt: 40 selbständige Immobilienmakler sind Scientologen

40 Selbständige (ausdrücklich: nur selbständige): Das ist an sich schon eine große Zahl.
Auch wenn Scientology versucht, diese klein zu rechnen.
Wie ist diese "Erhebung" durchgeführt worden?
Zu vermuten ist jedenfalls, dass noch Unselbständige hinzu kommen.

In der Scientology-Broschüre "Die Fakten hinter den Schlagzeilen" (Copyright 1996, im Internet unter www.fakten.freedom.de) heißt es auf Seite 9:
 
Aus der Scientology-Broschüre "Die Fakten hinter den Schlagzeilen" (Copyright 1996, im Internet unter www.fakten.freedom.de): 
 
Ist die Scientology Kirche auf dem Immobilienmarkt aktiv?  

Unter den 30.000 Scientology-Mitgliedern in Deutschland gibt es nach innerkirchlichen Erhebungen rund 40 selbständige Immobilienmakler. Obwohl diese kleine Zahl nicht einmal 0,2 Prozent der rund 22.000 Immobilienmakler in ganz Deutschland ausmacht, behaupten einige Behördenvertreter ­ unterstützt von einer sensationslüsternen Presse ­ die Scientology Kirche würde mit Hilfe dieser 40 Individuen den gesamten Immobilienmarkt beherrschen und ein Immobilienimperium aufbauen. 

Diese Vorstellung ist natürlich absurd! Tatsächlich besitzt die Scientology Kirche in ganz Deutschland nur eine einzige Immobilie: Das Gebäude der Scientology Kirche in München.

 
 
 
 
 
 
Freie Presse Zwickau online, 12.09.00 

Immobilienmogul Fliegerbauer zieht weiter die Fäden in Zwickau 

Rückzug des Scientologen im Februar dieses Jahres war kein Abschied - Angebliche Nachfolgefirma existiert nicht 

Zwickau. Die Inszenierung war geschickt eingefädelt, der Coup gelungen: Mit einem für Zwickau bis dahin beispiellosen Paukenschlag kündigte Kurt Fliegerbauer am 10. Februar seinen Rückzug aus Zwickau an. Während der Top-Scientologe und Sanierer von 250 Gründerzeithäusern vor die Presse trat, schraubten seine Mitarbeiter im Stadtgebiet die Messingschilder mit dem Firmennamen "Schloss Osterstein Verwaltungsgesellschaft" ab und entfernten die Unternehmensplakate. "Ich werde mich aus allen Geschäftsbereichen meiner Firmen in Zwickau zurückziehen. Die GmbH verlegt ihren Sitz nach München. Sämtliche Geschäftsaktivitäten meiner Person in dieser Stadt sind beendet", formulierte er seinen Abschied. 

Ein Abschied, der keiner war. Denn der smarte Immobilienlöwe, der Pate von Zwickau, wie er oft genannt wird, wohnt nach wie vor in der Stadt, ist dort tätig, pflegt alte Geschäftskontakte, zieht seine Fäden im Hintergrund und gibt noch immer den Ton in seiner noblen Dienstvilla in der Kolpingstraße an. Fliegerbauer, der mit rund 550 Kapitalanlegern Geschäfte gemacht hat, die mehr als 500 Millionen Mark in der Stadt investiert haben, - wie eh und je der heimliche Herrscher über den Immobilienmarkt der Muldestadt? Zwickau noch immer eine bevorzugte Adresse der Sekte, auf die der Verfassungsschutz sein besonderes Auge geworfen hat? 

Häuser am Hauptmarkt 

Vieles spricht dafür. Zum einen erwies sich Fliegerbauers damalige Aussage, eine Nachfolgefirma mit dem Namen "Solid Hausbau GmbH" werde die begonnenen Sanierungsarbeiten zu Ende bringen, als Worthülse. Ein solches Unternehmen gibt es bis heute nicht, haben Recherchen von "Freie Presse" ergeben. Zum anderen ist Fliegerbauers "Schloss Osterstein Verwaltungs GmbH" derzeit bei der Erneuerung etlicher Altstadt-Gebäude mit im Boot. Pikant daran: Nicht weniger als sechs Hauseinheiten am Hauptmarkt, gegenüber dem Rathaus, gehören dazu - auch das Kräutergewölbe, eines der bekanntesten und ältesten Häuser überhaupt. 

Doch das ist beileibe nicht alles. Schon in den nächsten Wochen will der umstrittene Geschäftsmann eine Häuserzeile in der Magazinstraße im Herzen der Stadt aufmöbeln. Dort sei seine Firma im Besitz von acht Gebäuden. Zugleich weist er auf das Hotel "Stadt Zwickau" in der Bahnhofstraße hin, das er auf einer Zwangsversteigerung ebenfalls in das Eigentum der GmbH gebracht hat. Sobald die Planungen genehmigt sind, will er es wieder veräußern. 

Seit Februar allerdings habe er kein Haus mehr in Zwickau gekauft, versichert der Firmenchef. "Mich hält hier nichts mehr. Glauben Sie mir das." Sobald er seine letzten Objekte "zum Laufen" gebracht habe, werde die Stadt ihn nur noch von hinten sehen. Seine weiteren Pläne? Darauf gibt er keine klare Antwort. Statt dessen beteuert er abermals: "Das alles hat mit meiner Sektenzugehörigkeit nichts zu tun. Ich bin von Scientology nicht zu irgendetwas gezwungen worden." 

Vielmehr habe er seinen Rückzug zu einem Zeitpunkt bekannt gegeben, als der Zwickauer Oberbürgermeister Rainer Eichhorn (CDU) in die Scientology-Debatte hineingezogen wurde. "Ich muss schnell weg von hier", habe er sich in jenen Tagen gesagt. Das Gerede vom Abgang also nur deshalb, um dem OB zu Hilfe zu kommen, der damals so sehr in Bedrängnis geraten war? "Freie Presse" jedenfalls hatte eine Woche zuvor einen bis dahin streng geheim gehaltenen Eichhorn-Brief an Fliegerbauer abgedruckt. Daraus ging eindeutig hervor, dass der OB eine viel größere Nähe zu dem Scientologen unterhielt, als er dies bis dahin öffentlich zugegeben hatte. Mehr noch: Eichhorn gab dem Sektenmitglied in jenem Brief kräftig Rückenwind, indem er dessen Geschäftstätigkeit über alle Maßen lobte. Nicht von ungefähr schüttelten viele Zwickauer Bürger entsetzt den Kopf, als sie davon erfuhren. Zumal inzwischen alle Parteien in der Muldestadt auf spürbare Distanz zu dem Unternehmer gegangen waren. 

Siebenstellige Summen 

Für zusätzliche Brisanz sorgten Enthüllungen, wonach drei führende hessische CDU-Politiker zu den Geschäftspartnern von Fliegerbauer zählten: So hatten Innenminister Volker Bouffier, Justizminister Christean Wagner und der Wiesbadener Landtags-Fraktionsvorsitzende Norbert Kartmann schmucke Gründerzeithäuser in der Zwickauer Nordvorstadt von dem Sekten-Mitglied gekauft und siebenstellige Summen dafür investiert. Kurt Fliegerbauer habe vor allem Anfang des Jahres in ganz Deuschland negative Schlagzeilen gehabt, sagt Hamburgs Scientology-Expertin Ursula Caberta. Deshalb sei er von der Sekte kurzerhand aus dem öffentlichen Schussfeld in Zwickau genommen worden, damit er ohne Aufsehen in der Stadt weiter arbeiten könne, glaubte sie schon kurz nach Fliegerbauers hinausposauntem Abgang, den Braten gerochen zu haben. Sie sollte Recht behalten. 

Der Immobilien-Mogul, heute einer der bekanntesten Scientologen in Deutschland, war im Jahre 1993 von Bayern nach Zwickau gekommen. Nachdem er die Ruine Schloss Osterstein im Stadtzentrum erworben und sie wenige Monate später wieder abgestoßen hatte, gründete er das gleichnamige Immobilienunternehmen. Im Februar 1998 wiederum outete sich Fliegerbauer als Sektenanhänger. Seitdem ist die Stadtspitze mehr oder weniger ratlos im Umgang mit ihm und oftmals halbherzig beim Kampf gegen Scientology. Auch er habe gehört, dass Kurt Fliegerbauer noch immer in der Stadt sei, gesteht Zwickaus Vize-Oberbürgermeister Dietmar Vettermann. "Was aber sollen wir dagegen tun?" 
(räch) [Freie Presse online, 12.09.00]

 
 
 

Fliegerbauer gibt Mitgliedschaft bei Scientology zu
 
Freie Presse Zwickau 2.3.98 

Gerücht jetzt bestätigt 
Fliegerbauer gibt Mitgliedschaft bei Scientology zu 
(FE). Kurt Fliegerbauer (Foto) ließ am Freitag abend die Bombe platzen: "Ich bin Mitglied von Scientology“, sagte der Chef der Schloß Osterstein GmbH im Hörsaalgebäude der Hochschule. 

Dort präsentierten die Journalisten und Buchautoren Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck vor rund 80 Gästen ihr Buch "Die Praktiken der Psychosekten“. Aufgrund ihrer Recherchen sind beide zu dem Schluß gekommen: 
Zwickau ist eine "Scientology-Insel“ und Fliegerbauer hier eine zentrale Figur der umstrittenen Organisation. Immobilienprofi Fliegerbauer wies in der im Anschluß heftig geführten Diskussion darauf hin, daß die Schloß Osterstein GmbH jedoch nichts mit Scientology zu tun habe. "Und was ich privat mache, ist meine Sache. 

Doch auch in diesem Punkt sind Nordhausen und Billerbeck vom Gegenteil überzeugt. Fliegerbauer habe in seiner Firma mit scientologischen Methoden gearbeitet und verschärft kontrolliert. 



Freie Presse Zwickau 3.3.98 

"Bin automatisch Mitglied geworden“ 
Scientology-Vorwürfe: Fliegerbauer wiegelt ab - Schloß Osterstein GmbH in Kritik 
(FE). Kurt Fliegerbauer ist es gewohnt, in der ersten Reihe zu sitzen, um Lob zu erfahren. Ungewohnt die Situation für ihn am Freitag abend. Zwar saß der Immobilienprofi im Hörsaalgebäude der Hochschule wieder in Reihe eins, doch mußte er sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Die Journalisten Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck stellten ihr Buch "Psycho-Sekten - Die Praktiken der Rattenfänger“ vor. Und überraschend outete sich Fliegerbauer: "Ich bin Mitglied von Scientology.“ ("Freie Presse“ berichtete gestern). 

Fliegerbauer betonte vor den rund 80 Gästen: "Ich habe Kurse belegt und bin automatisch Mitglied geworden.“ Von seiner Zugehörigkeit habe er letztlich erst aus der Presse erfahren. Zudem machte der Geschäftsmann, der nach eigenen Angaben in Zwickau rund 220 Häuser zu seinem Bestand zählt, auch nach nochmaliger Anfrage deutlich, daß sein Unternehmen, die Schloß Osterstein GmbH, absolut nichts mit der umstrittenen Organisation zu tun habe. 

Stimmt nicht, sagten Nordhausen und Billerbeck entschieden. Einmal müßten entsprechende Anträge ausgefüllt werden, um Mitglied zu werden. Zum anderen habe die Schloß Osterstein GmbH sehr wohl etwas mit der Organisation zu tun. "Das Unternehmen ist eindeutig nach scientologischen Gesichtspunkten aufgebaut“, untermauerte Nordhausen und präsentierte entsprechende Strukturen. Auch hielt der Journalist eine Rechnung in seinen Händen, wonach eine interne Scientology-Gerichtsverhandlung stattgefunden habe. "Es ging um einen Sanierungsfall in Zwickau - rein geschäftlich“, unterstrich Nordhausen. Für ihn steht damit fest, daß nicht nur Kurt Fliegerbauer als Privatperson, sondern ebenfalls als Geschäftsmann mit Scientology zu tun hat. 

Zwickau bezeichete das Journalistenteam als eine "Scientology-Insel“, vergleichbar mit Frankfurt/Main, München, Berlin und Hamburg. Ihre Recherchen hätten ergeben, daß sich in Zwickau "ein Netz der Sekte über den gesamten Immobilienmarkt zieht“. Scientologen seien beim Vertrieb von Fliegerbauer-Häusern aktiv. Zudem habe ein Bauleiter auf einer Zwickauer Baustelle für Scientology geworben. Über die Organisation berichtete Nordhausen wenig Schmeichelhaftes: "Scientology ist die gefährlichste Sekte, die in Deutschland agiert.“. 

"Welche Handhabe gibt es denn gegen Scientologen?“ wollte Landrat Christian Otto (CDU) wissen, der zu den Gästen zählte. "Wer als Privatmann Geschäfte mit Herrn Fliegerbauer machen will, dem bleibt das selbst überlassen“, erklärte dazu Liane von Billerbeck. 

Oberbürgermeister Rainer Eichhorn (CDU) versicherte der "Freien Presse“, daß die Stadt in den letzten Wochen keinerlei Immobilien an Kurt Fliegerbauer verkauft habe. "Insgesamt verkaufte die Stadt an Herrn Fliegerbauer keine fünf Häuser“, erklärte das Stadtoberhaupt. Gleichzeitig machte der OB darauf aufmerksam, daß es gegen den Geschäftsmann keinerlei juristische Handhabe gebe.

 
 

Fliegerbauer-Pressemitteilung ohne Datum, vermutlich vom März 1998:
 
 
SCHLOSS OSTERSTEIN 
Verwaltungs GmbH 
KOLPINGSTRASSE 24 
08058 ZWICKAU 

Pressemitteilung 
Wer steht hinter den Angriffen gegen Kurt Fliegerbauer und wo hat Herr Seidel/CDU seine Informationen her. 

Liane von Billerbeck, die immer gerufen wird, wenn es um meine Person geht, die fortwährend Lügen, Haß und Diffamierungen über mich verbreitet und Hauptinformant der CDU-Geschäftsstelle Zwickau ist. 

Die sogar im Namen von Dr. Luther/Bundestagsabgeordneter der CDU für die vornehme Konrad-Adenauer-Stiftung über mich Lügen verbreiten darf; hat eine interessante Vergangenheit: 
Frau Billerbeck war in der DDR Journalistin der "Neuen Berliner Zeitung“ und als solche dort Parteisekretärin der SED sowie Kontrolleurin und Aufpasserin. 

Und jetzt kommt‘s: 

Ihr Ehemann, mit dem sie 2 Kinder hat, war Gitarrist der bekannten DDR-Rockgruppe "Pankow“. Sein Name ist [Name]. Die Gruppe war eigentlich ein Synonym für Freiheit. [Name] war Stasi-Spitzel, sein Deckname war "IM Peters“. 

Ich behaupte, daß eine Journalistin so etwas weiß, noch dazu, wenn sie Parteisekretär ist. Was hat diese Frau davon., mich zu verunglimpfen, was sind ihre Motive. 

Wer leistet etwas für diese Stadt. Hat die CDU es notwendig, auf solche Informanten zu hören. 

Kurt Fliegerbauer 

-------------- 
Anmerkung zu [Name]: 
Es ist hier völlig gleichgültig, ob das stimmt, oder nicht. Deshalb wird der Name weggelassen.

 
 
Freie Presse 9.11.00 
Zwickau: Scientologe weiterhin im Kontakt mit OB 
Scientologe Kurt Fliegerbauer steht nach wie vor in Briefkontakt mit OB Rainer Eichhorn (CDU): "Für mich persönlich sieht die Lage so aus, um Sie kurz darüber zu informieren: Ich bin nun guter Dinge, zeitnah meine Angelegenheiten hier abzuschließen", lässt der Baulöwe den Rathaus-Chef in einem Schreiben wissen, das "Freie Presse" vorliegt. Bekanntlich hatte Fliegerbauer im Februar seinen Zwickau-Abschied verkündet. Doch daraus ist bislang nichts geworden. 

In seinem zweiseitigen Brief an OB Eichhorn macht sich das Sektenmitglied zudem über das geplante Scientology-Beratungsbüro in Zwickau lustig. "Ich wünsche allen, die damit betraut werden, viel Spaß bei der Überwachung. Sinnvoll wäre eine Außenstelle in München. Da gibt es noch kein Büro, und man könnte dort meine gesamte Familie überwachen", höhnt Fliegerbauer. Schenkt man ihm Glauben, will er nach München umziehen. (räch) 

 
 
Freie Presse vom 2.11.00 
Erneut gibt es viel Wirbel um das geplante Scientology-Aufklärungsbüro in Zwickau: Oberbürgermeister Rainer Eichhorn (CDU) wolle mit "fadenscheinigen Argumenten offenbar Scientology-Aufklärung verhindern", behauptet Frieder Badstübner von den Bündnisgrünen, der sich dabei auf einen OB-Brief an die Stadtratsfraktionen bezieht. 

Nachdem die Christophorusgemeinde Eckersbach nach dem Veto des Landeskirchenamtes eine solche Anlaufstelle nicht installieren darf, sollten laut Rainer Eichhorn die Fraktionen nochmals darüber nachdenken, ob die Besetzung einer hauptamtlichen Stelle zweckmäßig ist oder sich nicht doch eine ehrenamtliche Tätigkeit empfiehlt. "Es gibt für Bürgerberatungen in der Scientology-Problematik keinen erkennbaren Bedarf", schreibt der Oberbürgermeister an die Fraktionen. Nirgendwo seien Nachfragen in dieser Richtung bekannt. Es gebe zwar zivilrechtliche Auseinandersetzungen zwischen Bauunternehmern und Auftraggebern sowie zwischen Vermieter und Mieter, doch in derlei Streitereien könne die Stadtverwaltung ohnehin nicht eingreifen. Zugleich macht das Stadtoberhaupt darauf aufmerksam, dass "der Gesetzgeber für Recherchen und andere Verwaltungsaktivitäten keinerlei besondere Instrumente geschaffen oder zugelassen hat". Es gebe daher keine spezifische Verfahrensweise im Umgang mit der Psycho-Sekte. 

In Frieder Baustübners Augen sind diese Argumente aber an den Haaren herbeigezogen. "Wie kann auf einen fehlenden Bedarf in Ämtern geschlossen werden, wenn es dort bislang keinen Ansprechpartner gibt?" fragt er und verweist auf den Ratsbeschluss vom Dezember des vergangenen Jahres: Der großen Mehrheit des Gremiums sei es vor allem darum gegangen, mit dem Büro ein deutliches Zeichen dafür zu setzen, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nicht in einer wie auch immer gearteten Abhängigkeit von der Scientology-Organisation stehen. Außerdem habe man den Menschen in dieser Stadt durch sachgerechte Informationen und Aufklärung helfen wollen. 

Da ein solches Informationsbüro auf der Basis des Ratsbeschlusses alternativ jetzt nur bei der Stadtverwaltung eingerichtet werden kann, hat der OB vorsorglich eine Personalstelle in den Stellenplanentwurf fürs nächste Jahr aufnehmen lassen. "Der Stadtrat kann jederzeit die Stelle aus seinem Haushaltsbeschluss streichen", so der Rathauschef. 

Dabei war bei der Zwickauer Stadtverwaltung schon mal ein Bewerbungsschreiben um den Büroposten eingegangen. Der Bauunternehmer und Scientologe Kurt Fliegerbauer hatte sich nach der Ratsentscheidung für die Stelle interessiert und so versucht, den Beschluss ins Lächerliche zu ziehen. 

 
 
 

Fliegerbauer Teilnehmer an VEM-Konferenz

Verband Engagierter Manager eV.. Achenbachstraße 23. 4000 Düsseldort 1
9.9.1990: 3. INTERNATIONALE VEM-MANAGER-KONFERENZ
 
 
Verband Engagierter Manager eV.. Achenbachstraße 23. 4000 Düsseldort 1 

9.9.1990: 
3. INTERNATIONALE VEM-MANAGER-KONFERENZ. 
Über 120 Manager aus Europa und den USA in Düsseldorf auf Expansionskurs. 

Mit dem Onassis-Zitat "Dem Geld darf man nicht hinterherlaufen, man muß ihm entgegengehen“ eröffnete Klaus Kempe, Präsident des Verbandes Engagierter Manager, am Sonntag, den 9. September 1990 die 3. Internationale VEM-Manager-Konferenz im Ramada Renaissance Hotel in Düsseldorf, die unter dem Thema stand: 
 

 
"URSACHE ÜBER GELD“. 

Über 120 Manager und Unternehmer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ostdeutschland, dem skandinavischen Raum und aus den USA waren zusammengekommen, um gemeinsame Erfahrungen auszutauschen und mehr Informationen zu erhalten über eine Management-Technologie, die so einfach funktioniert, "wie der Gebrauch von Messer und Gabel.“ 

Wie soll ein Manager vernünftig mit Geld umgehen? Wie es einsetzen, um zu expandieren, ohne von Finanzinstituten abhängig zu sein? 

Heiße Fragen, die von international erfolgreichen Experten aus Finanz- und Vermögensberatung, Management-Training und -Beratung von verschiedenen Seiten aus beleuchtet wurden. 

Harry Rostig, Präsident von WISE International, der Organisation, die weltweit die Management-Technologie von L.Ron Hubbard für alle Unternehmungen verfügbar macht, verwies ausdrücklich auf die kooperative Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum zwischen dem VEM in Düsseldorf und WISE International mit Sitz in Los Angeles, USA. 

Herr Rostig, gebürtiger Berliner, der früher selbst 20 Jahre Manager in internationalen Großkonzernen war, umriß seine Aufgabe sehr kurz und prägnant: 

"Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß es den Managern gut geht.“ In seinen Ausführungen machte er allen Anwesenden das Angebot: 

"Kommen Sie nach L.A..Ich erstelle für Sie ein "President's Guest Program“, wo wir expandierende Firmen besichtigen, die mit der L.R.H. Management-Technologie Spitzenerfolge erzielen. Der Erfolg läßt sich sofort an den Umsatzzahlen, aber vor allem auch an den Gewinnen ablesen.“ 

Als Beispiel nannte Harry Rostig das Unternehmen Sterling Management Systems, das 1989 in der Hitliste der TOP-500-Unternehmen in den USA auf Platz 45 rangierte und sich innterhalb eines Jahres bereits an die 33. Position hinaufkatapultierte. Ein weiteres Beispiel dafür, daß die L.R.H. Management-Technologie 'sofort greift', ist das amerikanische Unternehmen Executive Software, das 1985/86 einen Umsatz von 150.000 $ verzeichnete und knapp fünf Jahre später - Anfang 1990 - sage und schreibe 12 Millionen Dollar auf seine Umsatz-Fahnen schreiben konnte. 

-2- 

"Diese Entwicklung muß gefördert werden,“ so Harry Rostig, "damit alle Firmen noch vor der nächsten Eiszeit mit dieser Technolgoje expandieren.“ Mit der Aufforderung "Think big!“ - "Denken Sie in großen Dimensionen!“ (frei übersetzt) -übergab er das Wort an einen der erfolgreichsten Finanz- und Vermögensberater in Deutschland, Ernst Haible. 

Wer mit Geld ursächlich umgehen will, der muß die Basisdaten über Geld wissen. 

"Was ist es schließlich anderes als ein Stück Papier, das verbrennt, wenn man es anzündet?“ Geld ist, so Ernst Haibles Ausführungen,.ein Tauschmittel und letztlich nichts anderes als eine durch Vertrauen gestützte IDEE. Fehlt z.B. das Vertrauen in die Wirtschaft eines Landes, dann fällt damit der Wert dieser Währungseinheit. 

Im Geschäftsleben spielt Geld folgende Rolle: Im Tausch für einen hergestellten Service oder eine fertiggestellte Sache, die der Endverbraucher in Händen hält, bekommt der Hersteller etwas zurück. Dieses ETWAS ist Geld, das der Unternehmer durch Investition in den Kreislauf einbringen muß. 

"Wenn in Ihrem Unternehmen dieser Kreislauf irgendwo durch einen Knick oder einen Stop gestört ist, wird sich das direkt auf Ihre Unternehmenstätigkeit auswirken.“ 

Im zweiten Teil seines Referats forderte Herr Haible seine Zuhörer auf: 

"Schreiben Sie auf: Was hab ich an Absicherungen?“ Erst dann gehe es an den Vermögensaufbau, wobei grundsätzlich gelte: "Sicherheit geht vor Risiko!“ Danach folgen die Kriterien wie Rendite, Verfügbarkeit von kurz- bis langfristigen Anlagen, Risiko, erst zuletzt:Sach- und Geldwerte. Hier spiele auch die Steuer-Frage eine Rolle in der Entscheidung: Für welche Anlagen bezahle ich weniger Steuern? 

Konkret gab Herr Haible seinen Zuhörern noch eine wichtige Zauberformel mit auf den Weg, die von L. Ron Hubbard entwickelt wurde - nachzulesen: PL vom 21.1.1965: 

1. Verdienen Sie viel Geld! 
2. Geben Sie weniger aus, als Sie verdienen! 
3. Verdienen Sie das Geld, bevor Sie es ausgeben müssen! 
4. Sammeln Sie sich Stück für Stück ein Geldpolster an, auf das Sie zurückgreifen können, und geben Sie es nie aus! 
Dahinter stehe der wahre Kernsatz: "Wenn Sie Geld aufnehmen, sind Sie Eigentum der Bank.“ Wer hat dieses damit verbundene unangenehme Gefühl nicht selbst schon einmal empfunden? Wer aber Ursache über Geld sein und bleiben wolle, der halte sich einfach an die zwei weiteren Punkte: 
5. Bewahren Sie als zweites Polster eine ausgezeichnete Kreditwürdigkeit! 
6. Weigern Sie sich, Rücklagen auszugeben! 
7. Verdienen sie statt dessen mehr Geld, um mit der Notlage fertig zu werden. 

Nach dem Lunch spielte der Pianist Wolfgang Baitz seine Klaviereigenkomposition über die Vision, die Harry Rostig in seinem Vortrag entwickelt hatte: "In 25 Jahren arbeiten alle Unternehmen mit der L.R.H. Management-Technologie!“ Es war ein Traum, der nicht schöner hätte in Musik umgesetzt werden können. In seiner zweiten Komposition entführte Komponist, Klavierspieler und Maler Wolfgang Baitz seine Zuhörer in eine Sphäre der absoluten Ursache über Geld. Phantastisch! 

Geld bringt vieles in Schwingung und kann vieles bewegen, wie der Inhaber des Bauunternehmens efko, Klaus Koller, in seinem Vortrag über "Geld und mein Leben“ anschaulich schilderte.  

 



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