Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
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Europarat warnt vor Täuschung durch Scientology
Council of Europe warns against deception by Scientology

 
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Scientology bekämpft die Psychiatrie und will an deren Stelle ein Monopol errichten.
Zur Psychiatrie zählt Scientology nicht nur Ärzte, sondern auch Medikamente.
Also auch Ritalin, das gegen Hyperaktivität verschrieben wird.
Scientology beschuldigt Eltern und Ärzte, Kinder unter Drogen zu setzen und abhängig zu machen.

Am 26.3.2003 hat das Ministerkomitee des Europarates die Scientology-Einflussnahme massiv kritisiert.

Dazu


 
 

Französische Presse über die europäische Lobby des Kraken Scientology
 
L’Express 26.6.2003

La pieuvre scientologue 

Un lobby européen 
par François Koch 

A la recherche de reconnaissance officielle, l'Eglise de Ron Hubbard a infiltré, masquée, le Conseil de l'Europe 

On ne prête qu'aux riches! La Scientologie est passée maître dans l'art de l'infiltration. Mais, ayant de plus en plus de mal à pénétrer au coeur de la République française, la secte de feu Ron Hubbard a jeté son dévolu sur une institution plus vulnérable: le Conseil de l'Europe, peu connu du grand public, qui rassemble 45 pays du Vieux Continent et intervient sur les droits de l'homme. Comment opère la Scientologie? En déployant un intense lobbying, particulièrement efficace dans les pays de l'ex-bloc soviétique, la secte internationale cherche à obtenir des prises de position favorables pour les mettre en valeur comme autant de précieux labels de qualité. Deux affaires illustrent cette stratégie gagnante.Le 30 janvier 2003, Azim Mollazade, membre du Parti populaire d'Azerbaïdjan, convainc des parlementaires de signer un texte faisant la promotion de Narconon: «Il sauve aussi des toxicomanes, grâce au procédé de L. Ron Hubbard pour se libérer de l'emprise de la drogue.» Immédiatement après, Ethique & Liberté, organe de la Scientologie, peut triompher: «La déclaration n 342 signée le 30 janvier 2003 par 23 membres du Conseil de l'Europe reconnaît la valeur du programme Narconon.» Mais la secte ne précise pas que cet écrit n'engage que ses signataires... et qu'il a été neutralisé par une autre déclaration. Le 2 avril 2003, 24 parlementaires, rassemblés par le socialiste français Claude Evin, ont en effet sévèrement critiqué Narconon: «En fait, à la dépendance de la drogue, ce programme substitue la dépendance de la Scientologie.» Réplique d'Agnès Bron, chargée des relations publiques de la secte: «Réduire Narconon à la Scientologie est un amalgame médiocre, puisque cette association est sécularisée! C'est Narconon qui fait de la communication, pas l'Eglise!»
 
 
 
 

La seconde affaire est plus troublante, car il s'agit d'une recommandation adoptée, le 29 mai 2002, par la Commission permanente au nom de l'Assemblée parlementaire du Conseil de l'Europe sur les «enfants hyperactifs». Le 26 mars 2003, le Comité des ministres a répondu à ce texte: des points «sont dangereusement proches de certaines théories bien connues de «l'Eglise de scientologie», mais qui ne résistent pas à un examen scientifique sérieux». «Encore un amalgame! réagit Agnès Bron. Ce n'est pas l'Eglise, mais la Commission des citoyens pour les droits de l'homme, créée par des scientologues, qui a contesté le fait que les enfants turbulents sont atteints d'une maladie.»
 

C'est toute l'astuce du lobbying de la secte: utiliser des associations satellites comme autant de faux nez. Le Conseil de l'Europe en a donc fait plusieurs fois les frais.

L’Express 26.6.2003

Der Krake Scientology

Eine europäische Lobby
Von François Koch

Bei ihren Bestrebungen nach offizieller Anerkennung hat die Kirche von Ron Hubbard heimlich den Europarat unterwandert.

Man leiht nur den Reichen! Scientology ist Meister in der Kunst der Unterwanderung. Nachdem es jedoch immer schwieriger wurde, in das Herz der französischen Republik vorzudringen, hat die Sekte von Ron Hubbard ihr Auge auf eine verwundbarere Institution geworfen: den in der breiten Öffentlichkeit wenig bekannten Europarat, der 45 Länder des alten Kontinents versammelt und sich vor allem um die Menschenrechte kümmert. Wie arbeitet Scientology? Indem sie ein intensives Lobbying betreibt, welches in den Ländern des ehemaligen Ostblocks besonders wirksam ist, versucht die Sekte für sich günstige Stellungnahmen zu erreichen, welche sie dann als wertvolle Qualitätslabel herausstellt. Zwei Vorgänge illustrieren diese erfolgreiche Strategie: Am 30.Januar 2003 hat Azim Mollazade, Mitglied der Volkspartei von Azerbeidschan, einige Parlamentarier davon überzeugt, einen Text mit Werbung für Narconon zu unterzeichnen: “Es rettet Drogenabhängige, dank der von Ron Hubbard entwickelten Methode, um sich aus dem Griff der Droge zu befreien”. Unmittelbar danach konnte Ethique& Liberté [in Deutschland: "Freiheit"], ein Organ von Scientology, triumphieren: Die von 23 Mitgliedern des Europarates unterzeichnete Erklärung N°342 vom 30. Januar 2003 erkennt den hohen Wert des Narconon-Programms an”. Allerdings erwähnt die Sekte nicht, dass diese Erklärung ausschließlich deren Unterzeichner verpflichtet….und dass sie durch eine andere Erklärung wieder neutralisiert wurde. Am 2. April 2003 haben nämlich 24 Parlamentarier auf Initiative des französischen Sozialisten Claude Ervin Narconon heftig kritisiert: “Tatsächlich wird die Abhängigkeit von der Droge durch die Abhängigkeit von Scientology ersetzt”. Antwort von Agnès Bron, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Sekte: “Narconon auf Scientology zu reduzieren ist eine dürftige Vermengung, weil es sich bei Narconon um eine weltliche Organisation handelt. Es ist Narconon, das solche Kommunikation betreibt, nicht die Kirche!"

Die zweite Affäre ist noch beunruhigender, weil es sich um eine am 29. Mai 2002 von der Ständigen Kommission im Namen der Parlamentarischen Versammlung angenommene Empfehlung über “hyperaktive Kinder” handelt. Am 26. März 2003 hat das Ministerkomitee auf diesen Text geantwortet: einige Punkte “sind gefâhrlich nahe an gewissen bekannten Thesen der Scientology-Kirche, ohne dass sie einer ernsthaften wissenschaftlichen Überprüfung standhalten”. “Wieder so eine Vermengung!” reagiert Agnès Bron. Es sei nicht die Kirche, sondern die von Scientologen errichtete Kommission für Verstöße gegen die Menschenrechte (in Deutschland: KVPM) , welche bestreitet, dass unruhige Kinder unter einer Krankheit litten.

Das ist eben der Trick beim Lobbying der Sekte: Satellitenorganisationen werden so wie eine Pappnase genutzt. Der Europarat hat dafür schon mehrfach bezahlen müssen. 


 
 
 
 
 
 


Recommendation 1562 (2002) Controlling the diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=http%3A%2F%2Fassembly.coe.int%2FDocuments%2FAdoptedText%2Fta02%2FEREC1562.htm
 
 
Ministerkomitee des Europarates
http://www.coe.int/de/

833. Sitzung - 26. März 2003
Anlage 26
(Punkt 6.4) 

Antwort auf die Empfehlung 1562 (2002) der Parlamentarischen Versammlung zur ,, Kontrolle der Diagnose und Behandlung von hyperaktiven Kindern in Europa"

(Angenommen vom Ministerkomitee am 26. März 2003 auf der 833. Sitzung der Ständigen Vertreter der Außenminister)
Keine offizielle Übersetzung

1. Das Ministerkomitee nimmt die Empfehlung 1562 (2002) ,,Kontrolle der Diagnose und Behandlung von hyperaktiven Kindern in Europa" der Parlamentarischen Versammlung zur Kenntnis. Es begrüßt das Interesse der Versammlung an der Diagnose und Behandlung von hyperaktiven Kindern in Europa, was zu einer verstärkten Sensibilisierung und Forschungen in Bezug auf dieses Thema beitragen wird. 
2. Das Ministerkomitee hat zu der Empfehlung eine Stellungnahme der Pompidou-Gruppe (Kooperationsgruppe zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch und unerlaubtem Drogenhandel, ein Teilabkommen des Europarats) erhalten, welche die Regierungen von 34 Mitgliedstaaten des Europarates vertritt. Die vom Ministerkomitee als hochrelevant angesehene Stellungnahme ist dieser Antwort beigefügt. 
3. Die in der Empfehlung angesprochenen Fragen waren Gegenstand einer Sitzung der Pompidou-Gruppe am 8.-9. Dezember 1999 in Straßburg, an der Experten aus 15 europäischen Ländern, den Vereinigten Staaten und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilnahmen. Die Seminarergebnisse wurden im Dokument "Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperkinetische Störungen: ihre Diagnose und Behandlung mit Stimulanzien" veröffentlicht. 
4. Das Ministerkomitee stimmt der Pompidou-Gruppe zu, dass einige der in der Empfehlung angesprochenen Punkte im Gegensatz zu den Ansichten der großen Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft stehen, und dass diese Punkte eine gefährliche Nähe aufweisen zu einigen bekannten, von der "Scientology-Kirche" seit geraumer Zeit verfochtenen Thesen, die jedoch einer ernsthaften wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Die Pompidou-Gruppe stellt fest, dass diese Thesen nicht nur jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren, sondern ihre Anwendung ernsthafte Gesundheitsrisiken für die betreffenden Kinder darstellen, indem ihnen eine effiziente Behandlung vorenthalten wird. 
5. Die zentrale dieser Thesen bagatellisiert bzw. bestreitet die Klassifizierung von Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörungen und hyperkinetischer Störungen (ADHS/HKS) als Krankheiten. Dem steht der überwältigende medizinische Konsens gegenüber, dass trotz schwieriger Diagnose diese Störungen nicht nur existieren, sondern ein ernsthaftes lebenslanges Handikap darstellen, welches eine multidisziplinäre Bewertung und Behandlung mittels verschiedener Methoden einschließlich Medikamenten erfordert. 
6. Das Ministerkomitee stellt mit Besorgnis fest, dass von der Versammlung die auf der Tagung von 1999 vorgebrachten Positionen und Empfehlungen, die inzwischen von mehreren anderen Tagungen und wissenschaftlichen Papieren bekräftigt wurden, nicht berücksichtigt wurdenEs bedauert, dass die Annahme und Veröffentlichung der Empfehlung 1562 (2002) und des begleitenden Berichts es der "Scientology Kirche" ermöglichen könnten, diese aufgrund eines scheinbaren Konsenses im Europarat als maßgeblich zu bezeichnen und damit insbesondere Nicht-Experten wie zum Beispiel Eltern und Lehrer, aber auch einige Ärzte und Pharmazeuten, die mit den Problemen der Diagnose und Behandlung der an ADHS/HKS leidenden Kindern nicht vertraut sind, in die Irre zu führen. 

Forschung 
7. Das Ministerkomitee stimmt jedoch der Versammlung und der Pompidou-Gruppe zu, dass es angesichts der ernsthaften mit ADHS/HKS verbundenen individuellen Probleme und der von ihnen ausgehenden Beeinträchtigungen für die Familie und das Sozialleben notwendig ist, die Forschung über Ursachen und Heilmöglichkeiten zu verstärken, um so die diagnostischen Methoden und Kriterien weiter zu verbessern und geeignete Behandlungen festzulegen. 

Kontrolle
8. Das Ministerkomitee stimmt auch der Versammlung und der Pompidou-Gruppe zu, dass eine Kontrolle der Diagnose und Behandlung von ADHS/HKS erforderlich ist. Offenbar unterscheidet sich diesbezüglich die Situation von Land zu Land, wobei in einigen Ländern die Behandlung von ADHS/HKS mit Methylphenidat nicht zulässig ist. In anderen Ländern wiederum kann die Notwendigkeit einer stärkeren Beobachtung nicht ausgeschlossen werden. Ebenso wie die Pompidou-Gruppe vertritt das Ministerkomitee die Ansicht, dass es einen Bedarf gibt für Ausbildung und berufsbegleitende Fortbildung für Ärzte, die mit der Diagnose und Behandlung von ADHS/HKS befasst sind. Es ist ebenfalls der Auffassung, dass nur Ärzte mit entsprechender ausreichender Ausbildung berechtigt sein sollten zu diagnostizieren, die notwendigen wirksamen Medikamente zu verschreiben oder sich mit anderen Aspekten der komplexen Behandlung dieser Störungen zu beschäftigen. 

Leitlinien und Informationen 
9. Wie von der Versammlung vorgeschlagen lädt das Ministerkomitee die Pompidou Gruppe ein, in Zusammenarbeit mit den geeigneten internationalen Organisationen die Leitlinien zur Förderung psychotroper Substanzen zu verstärken. Es nimmt zur Kenntnis, dass die Gruppe die Möglichkeit in Betracht zieht, dies in ihr Arbeitsprogramm 2003-2006 einzubeziehen. Es nimmt auch zur Kenntnis, dass zu dieser Frage die Weltgesundheitsorganisation bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Pompidou-Gruppe angezeigt hat. 
10. Nach Ansicht des Ministerkomitees ist es von größter Bedeutung, dass Parlamentarier, Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Lehrer, Eltern und die breite Öffentlichkeit genaue und zuverlässige Informationen über diese Krankheiten und die vorhandenen Behandlungen erhalten können. Es vertritt insbesondere die Ansicht, dass es wichtig ist, die Informationen für Lehrer und Eltern zu verbessern, um so Kindern den Zugang zu der Behandlung zu erleichtern, die sie benötigen und auf die sie ein Anrecht haben, und um den gefährlichen Missbrauch derartiger Medikamente zu verhindern. Es macht auf die anlässlich des vorgenannten Treffens in 1999 festgehaltene Empfehlung aufmerksam: "Es sollte ein Regelwerk geben, das sicherstellt, dass die von Pharmaherstellern oder -Großhändlern direkt an die Verbraucher gerichteten Mitteilungen zu ADHS/HKS wahrheitsgemäß und ausgewogen sind, und keine irreführenden oder nicht nachweisbaren Erklärungen oder Weglassungen enthalten, welche möglicherweise eine unangemessene Verschreibung von Psychostimulanzien hervorrufen" (siehe Seite 15 des Tagungsberichtes). 

Anhang
Stellungnahme der Pompidou-Gruppe (Kooperationsgruppe zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch und unerlaubtem Drogenhandel (PG), ein Teilabkommen des Europarats) zu der Empfehlung 1562 (2002) der Parlamentarischen Versammlung "Kontrolle der Diagnose und Behandlung von hyperaktiven Kindern in Europa"
Die Pompidou-Gruppe (Kooperationsgruppe zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch und unerlaubtem Drogenhandel, ein Teilabkommen des Europarats) begrüßt das Interesse der Versammlung an der Diagnose und Behandlung von hyperaktiven Kindern in Europa, was zu einer verstärkten Sensibilisierung und Forschungen in Bezug auf dieses Thema beitragen wird. Die in der Empfehlung angesprochenen Fragen waren Gegenstand einer Sitzung der Pompidou-Gruppe am 8.-9. Dezember 1999 in Straßburg, an der Experten aus 15 europäischen Ländern, den Vereinigten Staaten und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilnahmen. Die Seminarergebnisse wurden im Dokument "Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperkinetische Störungen: ihre Diagnose und Behandlung mit Stimulanzien" veröffentlicht.
Die PG bedauert es deshalb feststellen zu müssen, dass sie mit verschiedenen Punkten in der Empfehlung und dem zugrunde liegenden Bericht nicht übereinstimmt. Sie ist der Auffassung, dass die betreffenden Punkte nicht nur im Gegensatz zu den Ansichten der überwiegenden Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft stehen, sondern sogar eine gefährliche Nähe aufweisen zu gewissen bekannten, von der "Scientology-Kirche" seit geraumer Zeit verfochtenen Thesen, die jedoch einer ernsthaften wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Diese Thesen entbehren nicht nur jeder wissenschaftlichen Grundlage, sondern ihre Anwendung würde ernsthafte Gesundheitsrisiken für die betreffenden Kinder darstellen, indem ihnen eine angemessene Behandlung vorenthalten wird. 
Die zentrale dieser Thesen bagatellisiert bzw. bestreitet die Klassifizierung von Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung und hyperkinetischer Störung (ADHS/HKS) als Krankheiten. Dem steht der überwältigende medizinische Konsens gegenüber, dass trotz schwieriger Diagnose diese Störungen nicht nur existieren, sondern ein ernsthaftes lebenslanges Handikap darstellen, welches eine multidisziplinäre Bewertung und Behandlung mittels verschiedener Methoden einschließlich Medikamenten erfordert. 
Dieser allgemeine Punkt wird nicht durch die Unterschiede hinsichtlich der diagnostischen Kriterien entkräftet, die gemäß Absatz 3 der Empfehlung zwischen dem Diagnostischen und Statistischen Handbuch (DSM-IV) der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung einerseits und der Internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation andererseits bestehen. 
Die Weltgesundheitsorganisation hat erklärt, dass folgende Tätigkeit von Nutzen wäre: Die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung ist dabei, ihre DSM-IV Definition mit dem Ziel zu überarbeiten, eine neue Definition (DSM-V) in ein oder zwei Jahren herauszubringen. Dies dürfte ein geeigneter Zeitraum sein, um ein gemeinsames Konzept unter Berücksichtigung der ICD-10 Definition der Weltgesundheitsorgansation anzustreben. 
Generell bedauert die PG, dass von der Versammlung die auf der Tagung von 1999 vorgebrachten Positionen und Empfehlungen, die inzwischen von mehreren anderen Tagungen und wissenschaftlichen Papieren bekräftigt wurden, nur unzureichend berücksichtigt wurden. Sie bedauert ferner, dass die Annahme und Veröffentlichung der Empfehlung 1562 (2002) und des begleitenden Berichts es der "Scientology Kirche" ermöglichen könnten, diese aufgrund eines scheinbaren Konsenses im Europarat als maßgeblich zu bezeichnen und damit insbesondere Nicht-Experten wie zum Beispiel Eltern und Lehrer, aber auch einige Ärzte und Pharmazeuten, die mit den Problemen der Diagnose und Behandlung der an ADHS/HKS leidenden Kindern nicht vertraut sind, in die Irre zu führen. 
Im Einzelnen macht die Pompidou-Gruppe zusätzlich zu den oben genannten Bemerkungen auf folgendes aufmerksam: 

Absatz 1
Die Versammlung äußert sich besorgt über die in einigen Ländern des Europarates steigende Zahl von Kindern, die diagnostiziert werden als Kinder, die unter Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung, Hyperkinetischer Störung oder damit zusammenhängenden Verhaltensproblemen leiden und die mit auf das zentrale Nervensystem wirkenden Stimulanzien wie zum Beispiel Amphetaminen oder Methylphenidat (eine besser unter dem Markennamen Rilatin bekannte Substanz) behandelt werden. 
Diese Erklärung suggeriert, dass in den betreffenden Ländern die Anzahl von Diagnosen und Verordnungen gefährlich wächst. Sie lässt außer Acht, dass im Allgemeinen die Zunahme darauf zurückzuführen ist, dass Ärzte mit diesem Störungsbild und den Behandlungsmöglichkeiten vertrauter werden. Das hat einen Anstieg von Diagnose und Behandlung zur Folge, allerdings in der willkommenen Richtung, betroffenen Kindern einen besseren Zugang zu einer effizienten Behandlung zu verschaffen. Im Allgemeinen deutet nichts auf eine Über-Diagnose oder Über-Behandlung in den Ländern des Europarates hin. Gleichwohl sollte die Entwicklung sorgfältig beobachtet werden, auch wenn es keine Nachweise für eine übermäßige Diagnose von ADHS/HKS oder einer überhöhten Verschreibung von Stimulanzien gibt. 
Ferner verknüpft Absatz 1 die zunehmende Diagnose und Behandlung mit der Auflistung entsprechender Drogen und Arzneimittel in Tabelle II des Übereinkommens der Vereinten Nationen von 1971 über psychotrope Stoffe, "weil", wie es heißt, nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation "diesen ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit anhaftet und sie nur geringen bis mäßigen therapeutischen Nutzen haben". Diese Darstellung der Angelegenheit versucht zu unterstellen, dass die Weltgesundheitsorganisation Ritalin als solches kritisiert hat. Jedoch ermöglicht Ritalin nach allgemeiner Meinung ganz im Gegenteil bei Verordnung in Übereinstimmung mit den medizinischen Regeln eine Behandlung mit ausgezeichneten Ergebnissen. Deswegen vertritt die Pompidou-Gruppe die Ansicht, dass Kinder, einschließlich diejenigen, die an ADHS/HKS leiden, im Einklang mit den grundlegenden Prinzipien des Europarates, die den Zugang zur Gesundheit beinhalten (siehe Artikel 11 der Europäischen Sozialcharta), ein Recht auf bestmögliche ärztliche Behandlung haben. 

Absatz 4
Ebenso wie die Versammlung kann die Pompidou-Gruppe die ernsthaften individuellen Probleme im Zusammenhang mit ADHS/HKS und seinen nachteiligen Wirkungen auf Familie und Sozialleben nur hervorheben. Dementsprechend hält sie größere Forschungsanstrengungen in Bezug auf die Ursachen und mögliche Abhilfen für notwendig, um so die diagnostischen Methoden weiter zu verbessern und geeignete Behandlungen zu bestimmen. 

Absatz 6
Die Pompidou-Gruppe schließt sich der allgemeinen Empfehlung an, dass eine "striktere Kontrolle" über Diagnose und Behandlung von ADHS/HKS ausgeübt werden sollte. Sie weist jedoch darauf hin, dass sich diesbezüglich die Situation von Land zu Land unterscheidet, wobei in einigen Ländern die Behandlung von ADHS/HKS mit Methylphenidat nicht zulässig ist. In anderen Ländern wiederum kann die Notwendigkeit einer stärkeren Beobachtung nicht ausgeschlossen werden. 

Absatz 7
Dagegen kann die Pompidou-Gruppe sich der hier vertretenen Beurteilung der pharmazeutischen Industrie nicht anschließen, da diese zu sehr verallgemeinert und zu unpräzise ist. Sie erkennt jedoch an, dass es bestimmte Schwierigkeiten im Hinblick auf die Bereitstellung geeigneter Information für die Öffentlichkeit im Allgemeinen und für die medizinische Gemeinschaft im Besonderen gibt, und macht auf folgende auf der Tagung in 1999 erarbeitete Empfehlung aufmerksam: ""Es sollte ein Regelwerk geben, das sicherstellt, dass die von Pharmaherstellern oder -Großhändlern direkt an die Verbraucher gerichteten Mitteilungen zu ADHS/HKS wahrheitsgemäß und ausgewogen sind, und keine irreführenden oder nicht nachweisbaren Erklärungen oder Weglassungen enthalten, welche möglicherweise eine unangemessene Verschreibung von Psychostimulanzien hervorrufen" (siehe Seite 15 des Tagungsberichtes). 

Absatz 8.ii
Die Pompidou-Gruppe möchte ihre Bereitschaft erklären, so weit wie möglich und in Zusammenarbeit mit anderen zuständigen Organisationen an der Verstärkung der Leitlinien zur Förderung psychotroper Substanzen mitzuwirken und zieht die Möglichkeit in Erwägung, dies in ihr Arbeitsprogramm für 2003-2006 aufzunehmen. Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits ihr Interesse an einer diesbezüglichen Zusammenarbeit mit der Pompidou-Gruppe angezeigt. 

Absatz 8.iii c)
Die Pompidou-Gruppe stimmt völlig überein mit der Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung, "Informationsmaterial für die Eltern von hyperaktiven Kindern herzustellen, welches die Möglichkeiten für eine Verbesserung ihrer Situation aufzeigt". Sie ist der Ansicht, dass es wichtig ist, die Information von Lehrern und Eltern wesentlich zu verbessern, um so Kindern den Zugang zu der Behandlung zu erleichtern, die sie benötigen und auf die sie ein Anrecht haben, und um den gefährlichen Missbrauch derartiger Medikamente zu verhindern. 

Absatz 8.iv
Hinsichtlich des letzten Absatzes der Empfehlung wird der Wunsch, die Definition der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) mit derjenigen der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (DSM-IV) zu harmonisieren, mit großer Sicherheit den Anteil anerkannter Störungen in Europa erhöhen, da die von DSM-IV verwendeten Kriterien etwas breiter angelegt sind als bei ICD-10. Viele Studien haben die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den ICD-10 und DSM-IV Kriterien verdeutlicht. 
Jedoch wäre es zweifellos notwendig, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, beide Konzepte im Wege einer Harmonisierung der Unterschiede zwischen den ICD-10 und DSM-IV Kriterien für ADHS und Hyperkinetische Störungen miteinander in Einklang zu bringen. Die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung ist dabei, ihre DSM-IV Definition mit dem Ziel zu überarbeiten, eine neue Definition (DSM-V) in ein oder zwei Jahren herauszubringen. Dies dürfte ein geeigneter Zeitraum sein, um ein gemeinsames Konzept unter Berücksichtigung der ICD-10 Definition der Weltgesundheitsorganisation anzustreben. 
Schließlich vertritt die Pompidou-Gruppe die Ansicht, dass ein Bedarf für wesentlich mehr Ausbildung und berufsbegleitende Fortbildung für Ärzte besteht, die mit der Diagnose und Behandlung von ADHS/HKS befasst sind. Nach ihrer Ansicht sollten nur Ärzte mit ausreichender Ausbildung berechtigt sein, zu diagnostizieren, die notwendigen wirksamen Medikamente zu verschreiben oder sich mit anderen Aspekten der komplexen Behandlung dieser Störungen zu beschäftigen.

Committee of Ministers of the Council of Europe
http://cm.coe.int/stat/E/Decisions/2003/833/d06_4x26.htm

833rd meeting – 26 March 2003
Appendix 26
(Item 6.4)

Reply to Parliamentary Assembly Recommendation 1562 (2002)
on Controlling the diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe

(Adopted by the Committee of Ministers on 26 March 2003
at the 833rd meeting of the Ministers’ Deputies)
 

1. The Committee of Ministers notes Recommendation 1562 (2002) of the Parliamentary Assembly “Controlling the diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe”. It appreciates the Assembly’s concern about diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe, which contributes to awareness raising and research on this topic.

2. The Committee of Ministers has received comments on the Recommendation from the Pompidou Group (the Co-operation Group to Combat Drug Abuse and Illicit Trafficking in Drugs, a Council of Europe partial agreement), representing the governments of 34 member states of the Council of Europe. The comments, which the Committee of Ministers consider as highly relevant, are appended to this reply.

3. The issues covered by the Recommendation were the subject of a meeting which the Pompidou Group held in Strasbourg on 8-9 December 1999 and which was attended by specialists from 15 European countries, the United States and the World Health Organisation (WHO). The proceedings of the seminar were published as “Attention deficit/hyperkinetic disorders: their diagnosis and treatment with stimulants”.

4. The Committee of Ministers agrees with the Pompidou Group that, some of the points raised in the Recommendation are at variance with the views held by the vast majority of the scientific community and that they are dangerously close to certain well-known theories which the “Church of Scientology” has promoted for some time but which do not stand up to serious scientific scrutiny. The Pompidou Group states that these theories are not only without any scientific basis but, if acted upon, would pose serious health risks to the children in question by depriving them of appropriate treatment.

5. Among these theories, the central one plays down - indeed, disputes - the classification of attention deficit/hyperactivity disorder and hyperkinetic disorder (ADHD/HKD) as illnesses. Yet the overwhelming medical consensus is that, though difficult to diagnose, these disorders not only exist but are a serious lifelong handicap requiring multidisciplinary assessment and treatment by various methods, including drugs.

6. The Committee of Ministers notes with concern that the Assembly has not taken account of the positions expressed and recommendations made at the 1999 meeting, which have since received corroboration from a number of other meetings and scientific papers. It regrets that adoption and publication of Recommendation 1562(2002) and the accompanying report might allow the “Church of Scientology” to refer to them as authoritative on the strength of seeming consensus within the Council of Europe, thus misleading, in particular, non-specialists such as parents and teachers, but also some doctors and pharmacists unfamiliar with the problems of diagnosing and treating children suffering from ADHD/HKD.

Research

7. However, the Committee of Ministers agrees with the Assembly, and with the Pompidou Group, that in the light of the serious individual problems connected with ADHD/HKD and the adverse effects which these disorders have on family and social life, it is necessary to step up research into the causes and possible remedies so as to further improve diagnostic methods and criteria and identify appropriate treatments.

Control

8. The Committee of Ministers also agrees with the Assembly, and with the Pompidou Group, that control must be exercised over diagnosis and treatment of ADHD/HKD. It appears that the situation differs in this respect from country to country and that, in some countries, treatment of ADHD/HKD by methylphenidate is not allowed. In other countries a need for greater supervision cannot be ruled out. Like the Pompidou Group, the Committee of Ministers takes the view that there is a need for training and in-service training for doctors involved in the diagnosis and treatment of ADHD/HKD. It also agrees that only doctors with sufficient training for this should have the right to make diagnoses, prescribe the necessary effective drugs or engage in other aspects of the complex treatment of these disorders.

Guidelines and information

9. As suggested by the Assembly, the Committee of Ministers invites the Pompidou Group in co-operation with the appropriate international organisations, to strengthen guidelines on the promotion of psychotropic substances. It notes that the Group will consider the possibility of including this in its 2003-2006 work programme. It also notes that the World Health Organisation has already shown interest in co-operating with the Pompidou Group on this.

10. The Committee of Ministers considers that it is of utmost importance that parliamentarians, health care workers, teachers, parents and the general public, can obtain accurate and reliable information on the illnesses and on the treatments available. In particular , it takes the view that it is important to improve information to teachers and parents so as to facilitate children’s access to the care they need and are entitled to and so as to avert dangerous misuse of the drugs in question. It draws attention to the recommendation made at the above-mentioned 1999 meeting: “There should be a regulatory mechanism to ensure that messages aimed directly at the consumer on ADHD/HKD by drug manufacturers or distributors are truthful and balanced, and do not contain misleading or unverifiable statements or omissions likely to induce the inappropriate prescription of psychostimulants” (see page 15 of the proceedings).
Appendix
Opinion of the Pompidou Group (the Co-operation Group to Combat Drug Abuse and Illicit Trafficking in Drugs (PG), a Council of Europe partial agreement) on Recommendation 1562 (2002) of the Parliamentary Assembly “Controlling the diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe”

The Pompidou Group (the Co-operation Group to Combat Drug Abuse and Illicit Trafficking in Drugs, a Council of Europe partial agreement) appreciates the Assembly’s showing concern about diagnosis and treatment of hyperactive children in Europe, which contributes to awareness raising and research on this topic. These questions were the subject of a meeting which the group held in Strasbourg on 8 and 9 December 1999 and which was attended by specialists from 15 European countries, the United States and the World Health Organisation (WHO). The proceedings of the seminar were published as “Attention deficit/hyperkinetic disorders: their diagnosis and treatment with stimulants”.

The PG therefore regrets that it must take issue with various points in the recommendation and the report on which it was based. It considers the points in question to be at variance with the views held by the vast majority of the scientific community and even that they are dangerously close to certain well-known theories which the “Church of Scientology” has championed for some time but which do not stand up to serious scientific scrutiny. These theories are not only without any scientific basis but, if acted upon, would pose serious health risks to the children in question by depriving them of appropriate treatment.

Among these theories, the central one plays down - indeed, disputes - the classification of attention deficit/hyperactivity disorder and hyperkinetic disorder (ADHD/HKD) as illnesses. Yet the overwhelming medical consensus is that, though difficult to diagnose, these disorders not only exist but are a serious lifelong handicap requiring multidisciplinary assessment and treatment by various methods, including drugs.

This general point is not invalidated by the differences noted in paragraph 3 of the recommendation between the diagnostic criteria used on the one hand in the Diagnostic and Statistical Manual (DSM-IV) of the American Psychiatric Association and on the other in the International Classification of Diseases (ICD-10) of the World Health Organisation.

The World Health Organisation has stated that such an activity would be valuable: the American Psychiatric Association is in the process of revising its DSM-IV definition with a view to bringing out a new definition (DSM-V) in a year or two, and this would seem a good time to attempt a common approach taking into account WHO’s ICD-10 definition.

In general the PG regrets that the Assembly has taken insufficient account of the positions expressed and recommendations made at the 1999 meeting, which have since received corroboration from a number of other meetings and scientific papers. It also deplores that adoption and publication of Recommendation 1562(2002) and the accompanying report allowed the “Church of Scientology” to refer to them as authoritative on the strength of seeming consensus within the Council of Europe, thus dangerously misleading, in particular, non-specialists such as parents and teachers, but also some doctors and pharmacists unfamiliar with the problems of diagnosing and treating children suffering from ADHD/HKD.

In particular, in addition to the above comments, the Pompidou Group has the following observations:

Paragraph 1

The Assembly expresses concern that increasing numbers of children in some Council of Europe countries are being diagnosed as suffering from attention deficit/hyperactivity disorder, hyperkinetic disorder or related behavioural conditions and treated by means of central nervous system stimulants such as amphetamines or methylphenidate (a substance better known by the brand name Ritalin).

This statement suggests that, in the countries concerned, the number of diagnoses and prescriptions is growing dangerously. It disregards the fact that, in general, the increase is the result of doctors becoming more familiar with the condition and ways of treating it, which is bound to increase diagnosis and treatment, but in the welcome direction of giving children affected more access to appropriate treatment. There is nothing to indicate that, in general, in Council of Europe countries there is over-diagnosis or over-treatment. Equally, although there is no evidence of excessive diagnosis of ADHD/HKD or of over-prescription of stimulants, the trend needs careful monitoring.

Further on, paragraph 1 connects growing diagnosis and treatment with listing of the drugs concerned in Schedule II of the 1971 United Nations Convention on Psychotropic Substances “because”, it says, in WHO’s view, they are “liable ... to constitute a substantial risk to public health and to have little to moderate therapeutic usefulness”. This presentation of the matter tries to make out that WHO has criticised Ritalin as such. The consensus, however, is that on the contrary Ritalin, if prescribed in accordance with medical rules, is a treatment that gives excellent results. If that is so, the Pompidou Group takes the view, in line with the Council of Europe’s basic principles, which include access to health (see Article 11 of the European Social Charter), that children, including those suffering from ADHD/HKD, are entitled to the best possible medical treatment.

Paragraph 4

Like the Assembly, the Pompidou Group cannot but underline the serious individual problems connected with ADHD/HKD and the adverse effects which these disorders have on family and social life. It accordingly considers it necessary to step up research into the causes and possible remedies so as to further improve diagnostic methods and criteria and identify appropriate treatments.

Paragraph 6

The Pompidou Group cannot but subscribe to the general recommendation that “stricter control” be exercised over diagnosis and treatment of ADHD/HKD. It points out that the situation differs in this respect from country to country and that, in some countries, treatment of ADHD/HKD by methylphenidate is not allowed. In other countries a need for greater supervision cannot be ruled out.

Paragraph 7

The Pompidou Group cannot endorse the judgment about the pharmaceutical industry as it stands, regarding it as too sweeping and unspecific. However it recognises here that there are certain difficulties as regards providing the public generally and the medical community in particular with appropriate information and it draws attention to the recommendation made at the 1999 meeting: “There should be a regulatory mechanism to ensure that messages aimed directly at the consumer on ADHD/HKD by drug manufacturers or distributors are truthful and balanced, and do not contain misleading or unverifiable statements or omissions likely to induce the inappropriate prescription of psychostimulants” (see page 15 of the proceedings).
Paragraph 8.ii

The Pompidou Group wishes to express its readiness to assist as far as possible, in co-operation with other competent organisations, in strengthening guidelines on promotion of psychotropic substances and will consider the possibility of including it in its 2003-2006 work programme. The World Health Organisation has already shown interest in co-operating with the Pompidou Group on this.

Paragraph 8.iii c)

The Pompidou Group fully agrees with the Parliamentary Assembly recommendation “to produce information material designed for parents of hyperactive children explaining what possibilities exist for improving their condition” and takes the view that it is important to greatly improve information to teachers and parents so as to facilitate children’s access to the care they need and are entitled to and so as to avert prejudice resulting in dangerous misuse of the drugs in question.

Paragraph 8.iv

Concerning the last paragraph of the Recommendation, the wish to harmonise the WHO definition (ICD-10) with that of the American Psychiatric Association (DSM-IV) is almost certain to increase the rate at which such disorders are recognised in Europe as the criteria used by DSM-IV are somewhat broader than those of ICD-10. Many studies have clarified the similarities and differences between ICD-10 and DSM-IV criteria.

However, it would no doubt be necessary to consider the possibility of reconciling the two approaches by harmonising the differences between ICD-10 and DSM-IV criteria for ADHD and hyperkinetic disorders. The American Psychiatric Association is in the process of revising its DSM-IV definition with a view to bringing out a new definition (DSM-V) in a year or two, and this would seem a good time to attempt a common approach taking into account WHO’s ICD-10 definition.

Lastly the Pompidou Group takes the view that there is a need for much more training and in-service training for doctors involved in the diagnosis and treatment of ADHD/HKD. In its view, only doctors with sufficient training for this should have the right to make diagnoses, prescribe the necessary effective drugs or engage in other aspects of the complex treatment of these disorders.”

 


 
 
 



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