Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
   Adresse dieser Seite: Belgien2.htm 
Zuletzt bearbeitet am 4.7.2011 
Beratung | Impressum | zur Homepage | zur Inhaltsseite | AGPF-Spendenkonto
 
 
 
Razzia bei Scientology in Belgien
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
  • www.AGPF.de: Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt

 
Pressemitteilung Antje Blumenthal, Mitglied des Bundestages, vom 17.4.2008 


Scientology Zentrale in Brüssel geschlossen 

Blumenthal: Scientology bei der Rekrutierung neuer Mitglieder skrupellos 

Die Bundestagsabgeordnete Antje Blumenthal ist schockiert über die neue Methode der Scientology Organisation in Brüssel. Dort hat die Psychogruppe neue Mitglieder über vermeintliche Stellenangebote in Zeitungen und Aushängen angelockt. "Scientology nutzt die Notlage der Arbeitslosen skrupellos aus. Die Untersuchung des Vorfalls durch die belgische Polizei ist die richtige Reaktion. Auch in Deutschland sind solche Werbemethoden der Scientology-Organisation möglich. Auch hier müssen wir arbeitsuchende Menschen vor den rigiden Maßnahmen der Scientology schützen", so die Sektenexpertin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 
Nach dem Bekanntwerden der Strategie, neue Mitglieder über die Schaltung von Stellenausschreibungen zu locken, hat die Polizei in der vergangenen Woche die Scientology Zentrale in Brüssel durchsucht. Dokumente wurden beschlagnahmt und das Gebäude versiegelt. Die Kampagne richtete sich vornehmlich an Arbeitslose, die in der Hoffnung auf einen neuen Arbeitsplatz an dem Bewerbungsverfahren teilnahmen. 
Die Scientology-Organisation steht in Deutschland unter dem Verdacht gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik zu arbeiten und wird deshalb vom Verfassungsschutz beobachtet. 

Dazu Artikel in  
 
 

Prozess gegen Scientology in Belgien?

Stand vom Sommer 2007: http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/inneres/arbeitsgruppe-scientology/start.html
Direkt zum Artikel von Roland Planchar in der belgischen Tageszeitung "La Libre Belgique" vom 4.9.2007:  http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/inneres/arbeitsgruppe-scientology/2007-09-10-bfi-la-libre-belgique-pdf,property=source.pdf
Mehr zum Thema >>
 
 
 

Belgien: Scientology keine Religion
 
Quelle: Flanderninfo vom 20.7.05  
http://www.vrtnieuws.net/nieuwsnet_master/default/deutsch/overzicht/050720_Scientology_d/index.html  

Die Scientology-Sekte ist keine Religion  
Der Antrag der Buddhisten und der armenischen Christen wurde positiv beschieden.  

Justizministerin Laurette Onkelinx (PS) verweigert der Scientology-Sekte die offizielle Anerkennung als Religion. Die Kandidatur der armenischen Kirche und der Buddhisten wird wohl berücksichtigt.  

Sechs Religionen werden zurzeit mit jährlich 100 Millionen Euro vom Staat finanziert: die katholische, protestantische, anglikanische und orthodoxe Kirche, sowie die jüdische und die Moslemgemeinschaft. Daneben werden seit 1993 auch die Freisinnigen als nicht-religiöse Lebensgemeinschaft anerkannt.  

Justizministerin Onkelinx (Foto) lagen drei Kandidaturen für die Anerkennung als Religion vor. Der Antrag der armenischen Christen und der Buddhisten wurde positiv beschieden. Es liegt nun am Parlament, ob sie als offizielle Religionen mit staatlicher Förderung anerkannt werden.  

Den Antrag der Scientologen lehnte die Justizministerin aber kategorisch ab. Dies auch, obschon aus dem Ausland massiver Druck ausgeübt wurde, wie es in ihrem Mitarbeiterstab hieß.  

Begründet wird die Ablehnung damit, dass Scientology schon 1997 von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss als anti-demokratische, elitäre Sekte gebrandmarkt wurde.  

Scientology verlange von ihren Mitgliedern überhöhte Geldbeträge, ohne dass hierfür eine entsprechende Gegenleistung erbracht werde, hieß es in der Begründung. Scientology hat weltweit schätzungsweise 8 Millionen Anhänger. Vor zwei Jahren eröffnete die Sekte ihr europäisches Hauptquartier in Brüssel.  
 

 

Zum Thema auch: Schärfere Gesetze gegen Sekten geplant - http://www.AGPF.de/Belgien.htm
   
 
 
Scientology im Zentrum des europäischen Viertels von Brüssel  

Abbildung rechts aus: La Libre Belgique 17.8.03  
  

 

 
 
Das Scientology-Gebäude, 2006  

Grössere Version durch Anklicken der Bilder

 
Hausnummer 91  
Church of Scientology International  
European Office for Public Affairs and Human Rights
 
 
 
 
 
 
Quelle: tiscali europa vom 28.8.03  
http://europa.tiscali.de/index.jsp?section=politik.home&level=preview&content=125865  


Scientology schlägt Zelte in Brüssel auf  
"Menschenrechtsbüro" im Herzen des EU-Viertels  

Rue de la Loi 91, das ist die über drei Stockwerke verteilte luxuriöse Residenz, die ab 17. September das neue Büro der Scientology-Kirche sein wird. Die Rue de la Loi oder flämisch Wetstraat, ist u.a. Sitz der belgischen Regierung, befindet sich aber auch im Herzen der EU-Institutionen zwischen Kommission und Parlament. Ein strategisch sehr wichtiger Ort.   

In den meisten europäischen Ländern, darunter auch Belgien, wird Scientology von offizieller Seite als Sekte angesehen. Die Bewegung hat für das Büro sicher einen hohen Preis gezahlt, aber dieser Aufwand könnte sich auszahlen: Scientology wird diese exponierte Stellung im europäischen Viertel nutzen, um sich in Europas Hauptstadt zu präsentieren.   
Menschenrechte oder Lobbying?  

Offiziell widmet sich dieses neue Büro den "Menschenrechten". Diese Bezeichnung dient aber wohl nur der Strategie, sich an die europäischen  
Institutionen anzunähern, aktives Lobbying zu betreiben und Druck auf einige Abgeordnete auszuüben. Mitgliedergewinnung in diesem Viertel könnte sich auszahlen.   

Scientology hat als Ziel, europaweit als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, so wie das unter völlig anderen rechtlichen Bedingungen in den USA der Fall ist. Zu diesem Grund führen Vertreter der Sekte gerne bekannte Persönlichkeiten an, die zu ihren Mitgliedern zählen, darunter John Travolta, Tom Cruise, Chick Corea, und Nicole Kidman. Die Bewegung spielt auch gerne die Karte der Menschenrechte, der Meinungsfreiheit und der freien Religionswahl.   

Scientology wurde in den 50er Jahren vom Science-Fiction Schriftsteller Ron Hubbard gegründet und hat weltweit etwa 11 Millionen Anhänger. 

 
 

Scientology verklagt Belgien
 
NEWS WELT 29.11.2001  
http://www.vol.at/tmh/zr/national/newswelt/APS_News_Welt-97746.shtm  
auch: derStandard.at 29.11.2001  


Scientology will belgischen Staat verklagen  

Scientology will nach eigenen Angaben den belgischen Staat wegen eines  
parlamentarischen Berichtes verklagen, dem zufolge die Organisation als  
Sekte eingestuft wird.  

Scientology, der in Belgien rund 2000 Mitglieder angehören, habe in einem  
Brüsseler Gericht Klage eingereicht und verlange als Schadenersatz die  
symbolische Summe von einem Euro, teilte die Organisation mit. Die  
Einstufung durch den parlamentarischen Bericht von 1997 verstoße gegen die  
europäische Menschenrechtskonvention, sagte Martin Weightman, zuständig für  
Menschrechte bei Scientology in Europa. Die erste Anhörung soll am 13.  
Dezember stattfinden. Die belgische Regierung äußerte sich zunächst nicht.  

In dem Bericht hatte eine parlamentarische Kommission die  
Scientology-Organisation und 188 andere Organisationen als quasi-religiöse  
Sekten bezeichnet. Die Kommission war eingesetzt worden, nachdem im Dezember  
1995 16 Anhänger des Sonnentempler-Ordens in Frankreich gestorben waren. Der  
Parlaments-Bericht sei dazu benutzt worden, um mehrfach Intoleranz und  
Diskriminierung gegen Scientologen zu entfachen, sagte Weightman. “Der  
Bericht...vergiftet die Gemeinschaft.³  

Die Scientology-Kirche habe bereits vor zwei Jahren Beschwerde gegen Belgien  
bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)  
wegen angeblicher Diskriminierung gegen religiöse Minderheiten eingereicht,  
sagte Weightman. Die Beschwerde werde noch geprüft. 

 
Akten der Scientologen in Belgien beschlagnahmt 
 

Die Polizei in Brüssel hat Anfang Oktober 1999 tausende Akten über Mitglieder der Scientology-Organisation beschlagnahmt.

Die Staatsanwaltschaft in Brüssel teilte mit, dass bei Hausdurchsuchungen außerdem Buchhaltungsunterlagen der Scientologen beschlagnahmt. Mehrere Verdächtige wurden verhört.
 

 



1. Version dieser Seite installiert am 2.12.2001


Impressum:



Die Website www.Ingo-Heinemann.de wurde eröffnet im September 1998