Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 18.2.2013 
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Der Bericht des Bundeskriminalamtes über die Scientology-Organisation von 1973:
        "Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur-Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann".
 
 
 
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Der BKA-Bericht

1973 erstellte das Bundeskriminalamt BKA im Auftrag des Bundesinnenministeriums einen Bericht über die Scientology-Organisation, Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649.
Der Bericht war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und wurde auch nie veröffentlicht.
Allerdings wurde in der Presse aus dem Bericht zitiert, meist das Zitat:

Mehr dazu unter Gehirnwaesche2.htm

Die Scientology-Organisation strengte zahlreiche Prozesse wegen dieses Berichtes an.
Eine vollständige Liste darüber gibt es vermutlich nicht.

In der Liste Urteile+Zitate.pdf sind aus der Zeit vor dem Interent zahlreiche Prozesse aufgeführt. Die Entscheidungen zum BKA-Bericht sind unten zusammengefasst.

Nur wenige Urteile wurden in Fachzeitschriften veröffentlich, einige auch im Internet, etwa:
Urteil Bundesgerichtshof BGH III ZR 74/78 Urteil vom 25. 09.1980 unter
BGH-VIZR-267-76-BKA-Bericht.htm und das diesen Prozess abschliessende Urteil OLG München 1 U 1273/81 vom 28.01.1982 unter
OLG-Muenchen-1U1273-81-BKA-Bericht.pdf
 
 
 

Artikel und Berichte

In der Website der Stadt Hamburg befindet sich ein juristischer Artikel:
http://www.hamburg.de/zivilrecht/109302/unterlassungsansprueche.html
 

ABI-Info Nr. 53/1975
ABI-Info Nr. 59/1976

Der Milliarden-Prozess in Heinemann1979-Die-Scientology-Organisation.htm#Milliarden
Dort erwähnt: Landgericht Hamburg 74 0 629/74
Maulkorb-Prozesse in Heinemann1979-Die-Scientology-Organisation.htm#Maulkorb
Auszug:

 
 

Prozesse um den BKA-Bericht

Der Bericht des Bundeskriminalamts aus dem Jahr 1973 (Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649) enthielt die erste Äusserung des deutschen Staates und zog eine grosse Zahl von Prozessen nach sich.
 
 
 

Scientology gegen Bundeskriminalamt, Bundesinnenministerium und Bundesministerium Familie
wegen Feststellung der Schadensersatzpflicht und Auskunft

Kläger:

Prozessverlauf:  
 
 

 
Scientology gegen Scotland Yard

 
 
 
 
 

Scientology gegen Interpol

wegen Feststellung der Schadensersatzpflicht und Schmerzensgeld
Landgericht München 12 O 10512/77 (erwähnt im Sachverhalt des Urteils OLG München 1 U 2872/77. Das Aktenzeichen lautet möglicherweise 12 O 10512/76  >>).
Klage abgewiesen, keine Berufung eingelegt. Scientology hat das Urteil also hingenommen.
 
 
 
 

Auszug aus Urteilsliste
 
Aus: Urteile+Zitate.pdf  

    BGH VI ZR 267/76 - NJW 79,1101 Klage zurückgewiesen  
    Scientology München ./. Scotland Yard wegen BKA-Bericht  
    1. Instanz: LG Wiesbaden 2 O 54/74  
    2. Instanz: OLG Frankfurt 23 U 56/75  
    Der Bericht des Bundeskriminalamts aus dem Jahr 1973 (Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649) enthielt die erste Äusserung des deutschen Staates und zog eine grosse Zahl von Prozessen nach sich. Zitat aus dem Bericht: "Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur-Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann".  

    BGH III ZR 74/78 gegen 1. BKA 2. BMI 3. BMJFG wegen BKA-Bericht auf Feststellung der Pflicht zum Schadensersatz und Auskunft: zurück an OLG MÜ 1 U 1273/81, vgl. Anm. dort, vorher OLG Müchen I U 2872/77 und LG München 9 O 12 195/76: Klagen im Ergebnis insgesamt abgewiesen.  

    Oberlandesgericht Frankfurt 18 W 40/75 BKA-Bericht: Hier: Kostenfestsetzungsbeschluss  
    Oberlandesgericht Frankfurt 18 U 95/74 BKA-Bericht. Verweist an VG Wiesbaden, III/2 E 98/75 und setzt Streitwert 600.000,- DM fest  
    Oberlandesgericht Frankfurt 2 WS 255/74 BKA-Bericht. Klageerzwingungssache, rechtskräftig abgeschlossen, Bericht inhaltlich nicht geprüft, Weitergabe war berechtigt  

    Oberlandesgericht München 21 U 1272/76 Sc./. BRD wegen BKA-Bericht  
    Sc-Mü ./. 1. MPI 2. Füss 3. Ploog 4. BRD vertr. a) BKA b) BMJFG c) BMI 5. [BKA-Chef] 6. [Mitarbeiter] 7. [Mitarbeiter]  
    Antrag: wg Unterlassung und Widerruf d.i. BKA-Bericht enthaltenen Behauptungen; Mit Berufung Klageerweiterung um Auskunftsanspruch und Feststellung eines Schadensersatzanspruches  
    OLG Urteil v. 31.10.77: Klageänderungen nicht zugelassen, Berufung in vollem Umfang zurückgewiesen  

    Oberlandesgericht München 44 1 2872/77 = BGH III ZR 74/78 wegen BKA-Bericht OLG Urteil aufgehoben und zurückverwiesen: OLG München 1 U 1273/81 Berufung erneut zurückgewiesen  
    OLG München 1 U 2872/77 1. Sc-Mü 2. Sc Stgt 3. Sc Dän 4. Sc NL 5. Sc Schweden ./. BRD: a) BKA b) BMI c) BMJFG Antrag: Klage auf Feststellung der Verpflichtung zum SE und Auskunft wg BKA-Bericht; Alle 5 Kl. Berufung, 3. bis 5. zurückgenommen; Berufungsurteil vom 2.2.78: Auskunftsklage an VG Köln verwiesen; Feststellungsklage unbegründet  

    Oberlandesgericht München 21 U 2048/78 SC ./. ABI gegen Unterlassung von Behauptungen aus BKA-Bericht und Auskunft: Streitwert  

    Oberlandesgericht München 46 1 U 1273/81 Urteil vom 28.1.82 wegen BKA-Bericht nach Zurückverweisung durch BGH III ZR 74/78  
    1. Sc-Mün 2. Sc Stgt 3. Sc Dänemark 4. Sc NL 5. Sc Schweden ./. BRD, vertreten durch a) BKA b) BMI c) BMJFG, Antrag: Kl auf Feststellung der Verpfl zum Schadensersatz und Auskunftserteilung wg BKA-Bericht  
    LG München 9 = 12195/76 (339) Urteil vom 4.5.77: Sc-Klage abgewiesen  
    OLG München 1 U 2872/77 Urteil vom 2.2.78: Berufung zurückgewiesen, Teilverfahren an VG Köln verwiesen.  
    BGH III ZR 74/78 Urteil vom 25.9.80: zurück an OLG  
    OLG München 1 U 1273/81 Urteil vom 28.1.82: Berufung gegen Urteil des LG  
    zurückgewiesen. Dieses Urteil ist rechtskräftig geworden  

    Oberlandesgericht Stuttgart 4 U 132/75 Urteil vom 26.11.75. Sc-Stgt ./. ABI wegen BKA-Bericht  
    Sc-Stgt ./. ABI wegen BKA-Bericht.Der ABI sollte verboten werden, den BKABericht zu zitieren oder zu veröffentlichen. Das LG (17 O 337/75) hat der Klage stattgegeben. Das OLG hat die Klage abgewiesen.  

    Verwaltungsgericht Wiesbaden 79 III/2 E 98/75 wegen BKA-Bericht  
    Sc-Mü ./. Dr Herold [BKA-Chef] Klage auf Unterlassung v. Beh. in BKA-Bericht; Klageänderungen: Folgenbeseitigungsanspruch; Kl.Änderungen nicht sachdienlich (statt Herold nun BRD vertr durch BKA vertr. d. Herold und BMI und BMJFG vertr d. Minister Folgenbeseitigung durch Rundschreiben an 82 Adressen Unterl.anspr. unzulässig weil Amtshandlung nicht Privathandl. Beschl. v. 15.2.77.: Streitwert 600.000.- DM Hess.VGH Beschl. v. 1.4.81: Streitwert 112.500.-  

    Landgericht München 9 O 532/74: Sc-Mü ./. MPI wegen BKA-Bericht  

    Landgericht München 12 O 10512/76 oder 12 O 10512/77: Sc ./. Interpol wg BKA-Bericht auf Feststellung, Schmerzensgeld, Auskunft): Klage unbegründet, Zulässigkeit: 1.4: Privatrechtsfähigkeit bejaht 1.5: Zuständigkeit ordentl Gerichte dt. 1.6: Feststellungsinteresse dt. / Begründetheit: '..jedoch unbegründet, weil es an schlüssigem Sachvortrag fehlt, der SE-Pflicht der Bekl. aus irgendeinem Rechtsgrund ergeben könnte. Urteil enthält genaue Darstellg der Kompetenzen Interpol und deren Zuständigkeit  

    Landgericht München  9 0 12 195/76 (339) Sc ./. BRD wegen BKA-Bericht.  1. Sc München 2. Sc Stgt 3. Sc Dänemark 4. Sc NL 5. Sc Schweden ./. BRD, vertr. durch a) BKA b) BMI c) BMJFG Antrag: Klage auf Feststellung der Verpflichtung zum SE und auf Auskunftserteilung wg BKA-Bericht.  
    Urteil v. 4.6.77: Klageabweisung gg 3. bis 5. wg Unzulässigkeit der Klage (kein Nachweis der aktiven Parteifähigkeit); gg 1. und 2. wg Unzulässigkeit der Auskunftsklage; gg 1. und 2. wg Unzulässigkeit der Feststellungsklage  

    Landgericht München  9 O 4680/78 Urteil vom 15.11.78 wegen BKA-Bericht  Klage abgewiesen.  
    Kläger: Sc. Deutschland, Stuttgart, Dänemark, Holland, Kalifornien und Schweden.  
    Klage auf Feststellung, Schadensersatz (362.902,54 DM) und Schmerzensgeld.  
    Klageschrift enthält Aufschlüsselung der Schadenspositionen.  

    Landgericht Stuttgart 17 O 337/75 = OLG 4 U 132/75 BKA-Bericht  

    Landgericht Wiesbaden 2 0 55/75 wegen BKA-Bericht  
    Sc-Mü ./. Interpol BRD Klageerweiterung v. 10.5.74 auf 2. BKA - Berk 3. BKA - Mochall 4. BW  
    1. durch Teilurteil 12.9.74 abgewiesen (bestätigt OLG FfM 18 U 252/74)  
    2. und 3. : Klage durch Teilverzichtsurteil abgewiesen, 4. durch Teilurteil 8.8.74 stattgegeben  
    Urteil von OLG FfM am 8.3.76 aufgehoben 18 U 221/74 und durch Schlussurteil abgewiesen am 6.12.79  

    Landgericht Wiesbaden 2 O 243/73 wegen BKA-Bericht Sc München Beklagter: 1. BRD vertr durch BKA, 2. Dr Herold, 3. Scotland Yard - Robert Mark 4. Interpol D, Jeschke  
    Antrag: Klage vom 3.10.73 auf Unterlassung von Behauptungen im BKA-Bericht v. 8.3.73;  
    Durch Beschluss vom 28.2.74 wie folgt verteilt:  
    1. Verweisung an VG Wiesbaden III/2 E 48/74  
    2. AZ 2 0 54/74  
    3. AZ 2 0 54/74  
    4. AZ 2 0 55/75  

    Landgericht Wiesbaden 2 0 54/74 wegen BKA-Bericht  
    Sc München Beklagter: Scotland Yard-Robert Mark Antrag: auf Unterlassung von Behauptungen im BKA-Bericht Urteil v. 23.1.75: Klage abgewiesen  
    Berufung OLG Frankfurt 23 U 56/75: am 13.5.76 zurückgewiesen  
    Revision BGH VI ZR 267/76 - NJW 79,1101 zurückgewiesen  

    Landgericht Wiesbaden 5 O 193/73 wegen BKA-Bericht  
    LG Wiesbaden 5 O 193/73 Sc England ./. 1. Dr Herold 2. HBV 3. Fred König 4. BRD 5. Zentralstelle  
    Antrag: wegen Unterlassung der Verbreitung v. Behauptungen im BKA-Ber.  
    Urteil v. 13.11.74: Klage abgewiesen

 
 



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