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Aloys Grass und sein "Missionswerk"
 
 
 
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Aloys Grass betreibt in Rheinbreitbach bei Bad Honnef ein "Missionswerk" in einer "Burg Steineck".
Die angebliche Burg ist ein Zweckbau in einem Wohngebiet.
Der Garten wird als "Burggarten" bezeichnet.  
2009 ist das "Missionswerk" in die Presse geraten, weil es auf dem Gebäude eine Mobilfunk-Atennne aufstellen liess, die aussieht, wie ein Fabrikschornstein. Die Anwohner wehren sich unter http://www.kein-sendemast-im-wohngebiet.de
 

1999 bot der frühere Bierhändler Aloys Grass in seiner "Burg Steineck"  Heilfasten an, welches sich angeblich für 11 aufgezählte Krankheitsgruppen "günstig" auswirke.
Ausserdem eine "Mayr-Kur auf Christlicher Grundlage, unter Leitung von Heilpraktikerin Sr. Hannelore Schultze", "Pauschalpreis pro Woche für Zimmer und Verpflegung: DM  658,-, Apartment und Verpflegung: DM 875,-".
 
 
  

Harald Wiesendanger bei Aloys Grass

Harald  Wiesendanger hat den Dachverband Geistiges Heilen DGH gegründet und später verlassen, http://www.agpf.de/Geistheiler-Urteil-Auswirkungen.htm#DGH. Er betreibt die Websites www.Psi-Infos.de und www.Geistiges-Heilen.de. 2008 hat er das Buch "Heilen 'Heiler'? Ein Wegweiser für Hilfesuchende" veröffentlicht. Einerseits kritisiert er in dem durchaus lesenswerten Buch einen Teil der "Geistheiler". Andererseits macht er auf der Rückseite Werbung für seine eigene Geistheiler-Vermittlung ("IVM Internationale Vermittlungsstelle für herausragende Heiler") und behauptet, dies seien solche, "die halten, was ihr Name verspricht".

Wiesendanger beschreibt in seinem "Auswege Extra Sept. 08 Newsletter der Stiftung 'Auswege' und der 'Internationalen Vermittlungsstelle für herausragende Heiler' (IVH)" http://www.psi-infos.de/stiftung_auswege/Sep08_Sommercamp_SCREEN.pdf   auf 22 Seiten ein "Bewegendes Sommercamp" in der "Burg", an dem 13 kranke Kinder teilnahmen. Wiesendanger stellt die 5 behandelnden IVH-Heiler vor, darunter auch Aloys Grass. Es ist nichts darüber zu finden, nach welchen Kriterien Grass als "herausragender Heiler" eingestuft wurde.
 
 
 
Grass-Gasthof in Bayern

Am 8.12.2005 berichtete das Garmisch-Partenkirchener Tagblatt mit Foto über "Hotelbetreiber Aloys Grass", der in seiner "Wellness-Oase" im Hotel "Zum Bayrischen Paradies" in Saulgrub ein Vibrationsgerät vorstellte, "das einst Astronauten zur Stabilisierung ihrer Muskeln nutzten".
 
Der "Landgasthof Zum Bayrischen Paradies" weist Aloys Grass  in einem Prospekt vom Januar 2010 als Besitzer aus. Grass:  
    "Wir unterstützen auch durch erzielte Überschüsse verschiedene afrikaische Länder, die ich persönlich kenne und daher gezielt Hilfe leisten kann". 
 
 
 

Frühere Berichte

1988 und 1989 hat die AGPF mehrfach kritisch über Aloys Grass berichtet:

Im Dezember 1997 berichtete die Zeitung "WIR" aus Bad Honnef: "Sekte in Auflösung?".
 
AGPF Aktuell II/88 vom 29.6.88   


Dieser Text wurde als Flugblatt unter dem Briefkopf der AGPF verbreitet und kann als Flugblatt angefordert werden.   

"MISSIONSWERK GRASS": EINE GMBH EXPANDIERT   

"Der Weg zu Jesus" nennt der frühere Biergroßhändler Aloys Grass sein"Missionswerk". Nach zuverlässigen Informationen wird Aloys Grass demnächst vor den Toren Bonns eine weitere Filiale eröffnen: An der Rheinpromenade in Bad Honnef, nahe der Endstation der Siebengebirgsbahn. Die Verwaltung des "Missionswerkes" befindet sich in 4019 Monheim bei Düsseldorf, Postfach 100219. "Missionshäuser" in 5342 Rheinbreitbach bei Bad Honnef Simrockstr. 7 ("Burg Steineck") und 2941 Schortens ("Haus Eckstein").   

Dieses "Missionswerk" täuscht Öffentlichkeit und Behörden und verstößt systematisch gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Ihm werden Psychomanipulationen und zerstörerische Wirkung auf den Bestand von Ehen und Familien vorgeworfen. Grass betätigt sich als Endzeitprophet und göttlich beauftragter "Heiler". Er erweckt damit Ängste, Hoffnungen und vor allem Abhängigkeiten. Vor der Religionsfirma Grass GmbH ist deshalb zu warnen.   

Angefangen hat Grass 1976 mit einer "Gastronomie- und Nahrungsmittel Beratungs- und Betreuungsgesellschaft mbh", eingetragen beim Amtsgericht 4018 Langenfeld unter HRB 407. Nach Mitteilung der Post vom 10.6.88 ist das oben genannte Postfach des "Missionswerkes" noch heute von einer Firma dieses Namens gemietet:   
"Gebührenfreie Mitabholung ist beantragt für Herrn Aloys Grass". 1980 wurde daraus eine Religionsfirma. Ein Werbezettel dazu: "Das Missionswerk ist in eine Gesellschaft gekleidet". Niemand kann bei einer solchen Umschreibung ahnen, daß das Missionswerk eine GmbH ist und diese im alleinigen Eigentum des Ehepaares Grass steht.   

"Missionsdienst für seelische und körperliche Heilung" - diese Bezeichnung führte das"Missionswerk" ursprünglich im Briefkopf. Das brachte Grass staatsanwaltschaftliche Verfolgung wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz ein. Denn Heilung ist nach diesem Gesetz Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten. Nach Zahlung einer Geldbuße fügt Grass jetzt hinzu: "durch Gebet".   

Noch eine Besonderheit, die normalerweise gewissenhafte Kontrollinstanzen auf den Plan rufen müßte und schon gerufen hätte:   
Die Briefbögen des "Missionswerkes" tragen keinerlei Hinweis auf die Rechtsform, wohl aber den Hinweis: "Gemeinnützigkeit anerkannt".   
   
Damit wurde die Rechtsform des eingetragenen Vereins vorgetäuscht, denn üblicherweise sind praktisch nur solche Vereine als gemeinnützig anerkannt. Tatsächlich war es jedoch Grass gelungen, sich diesen steuersparenden Zusatz für seine GmbH zu sichern. Inzwischen hat das Finanzamt Düsseldorf die Gemeinnützigkeit aberkannt.   

Grass benutzt im übrigen bis heute auf seinen Briefen den ursprünglichen Aufdruck: "Missionsdienst für körperliche Heilung" (ohne den Zusatz "durch Gebet") und den Hinweis "Gemeinnützigkeit anerkannt". Das geht die Staatsanwaltschaft an. Auf Überweisungsvordrucken heißt es: "Spendenquittungen erbeten: ja/nein". Das dürfte das Finanzamt interessieren.   

Laut Werbezettel "Wir über ... uns" sind der Missionswerk-GmbH inzwischen zwei Vereine "angeschlossen": "Der Förderverein und ein Missionsverein". Alle Indizien sprechen für eine Arbeitsteilung: Die Vereine sammeln Spenden und stellen dafür steuerabzugsfähige Quittungen aus. Die erworbenen Immobilien gehören jedoch der GmbH, also dem Ehepaar Aloys und Anneliese Grass.   
   
Das "Missionswerk" gibt sich überkonfessionell: "Unsere Brüder und Schwestern ... bleiben ihren bisherigen Konfessionen ... treu". Die "Schwestern" kleiden sich allerdings wie Schwestern der Kirchen: In weißer Tracht mit weißer Haube. In dieser Tracht treten auch "Die Himmelstürmer" auf, eine"Sing- und Spielgruppe", mit der das "Missionswerk" auf "Missionsreise" geht. Rund 1000 zahlende Mitglieder sollen schon angeworben worden sein.   

In der Öffentlichkeit entsteht so leicht der Eindruck, als handele es sich beim "Missionswerk" um eine kirchliche, vielleicht sogar eine von beiden christlichen Konfessionen mitgetragene Einrichtung. Die Kirchen treten dem immer mal wieder entgegen: so das Erzbistum Köln, insbesondere aber Pastor Joachim Keden, Sektenbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland und ein besonderer Kenner des "Missionswerkes".   

Die AGPF bittet: Informieren Sie uns über Werbungen durch das "Missionswerk". Notieren Sie das Datum (auf dem Werbezettel) und das, was Ihnen gesagt wurde und was Sie beobachtet haben.   

Bedenken Sie dabei bitte: Die staatlichen Kontrollinstanzen versagen nicht selten, wenn sich eine Firma als "Missionswerk" bezeichnet. Um "unlauteren Wettbewerb" kümmert sich normalerweise die Konkurrenz. Aber auch diese Kontrolle versagt hier weithin.   

Ingo Heinemann 

 
 
AGPF Aktuell III/88 vom 30.9.88   Seite  8   

MISSIONSWERK GRASS: ZDF-CHEF VERBIETET VERWENDUNG SEINES PHOTOS   
FÜR SEKTENPROPAGANDA   

Missionseigentümer Alois Grass (vgl. AGPF AKTUELL 11/88 Seite 13: ,Missionswerk Grass': Eine GmbH expandiert) hat Unterstützung bekommen: Heinz Matthias hat sich an die AGPF und die "Bürger von Rheinbreitbach" gewandt. Matthias ist Vorsitzender des Vereins ACP - ARBEITSKREIS CHRISTLICHER PUBLIZISTEN e.V., dessen Mitglied Grass ist. Matthias wirft der AGPF die Verbreitung von "unwahren Angaben" und "Falschnachrichten" vor, ohne bisher auch nur mit einem Wort darauf eingegangen zu sein, was am Flugblatt der AGPF falsch und unwahr sein soll. Stattdessen erwähnt er laufend die Namen Prominenter, wohl um seiner Propagandakampagne für Grass und seine Missions-GmbH Nachdruck und seinen Behauptungen Glaubwürdigkeit zu verleihen. So richtete er ein Pamphlet an die "Bürger von Rheinbreitbach", wo die katholische Gemeinde das AGPF-Flugblatt verbreitet hatte: "Am 20.7. 1988 war Missionsdirektor Grass ... beim ZDF-Intendanten Prof. Stolte (5. Bild)". Einkopiert ein Photo mit Grass und dem ZDF-Intendanten. Auf Anfrage der AGPF teilte Prof. Dieter Stolte der AGPF mit:   
 "Zum Sachverhalt über das Missionswerk kann und will ich mich nicht äußern, da ich keinen Einblick habe und Herrn Grass bis auf eine flüchtige Begegnung nicht kenne   
Zur Verwendung des Photos zu Zwecken der Propaganda für Grass und sein privateigenes "Missionswerk":   
 "Ich werde Herrn Matthias auffordern, die mir bis zum Eintreffen Ihres Briefes unbekannte Verwendung dieser Photos zu unterlassen   

Auf demselben Wege haben alle Bürger von Rheinbreitbach - also auch die Bewohner der zwei dortigen Häuser der Sekte- die Anschrift des Vaters eines Anhängers der Sekte erfahren, den Matthias fälschlich als Verfasser des AGPF-Flugblattes ausgibt. Diese Veröffentlichung muß wohl als Aufforderung verstanden werden, auf diesen Vater in seiner Privatsphäre Einfluß zu nehmen oder gar Druck auf ihn auszuüben.   

Matthias hatte sich bereits kurz nach der Veröffentlichung des Flugblattes an die AGPF gewandt und juristische Schritte angedroht. Er werde "unsere Juristen bitten, gegen Sie vorzugehen". Die Juristen haben seiner Bitte offenbar nicht entsprochen, denn bisher ist bei der AGPF nichts eingegangen. 

 
 
AGPF AKTUELL III/89 vom 17.11.1989 Seite 15   

GRASS-SEKTE:   

 POLITSEKTEN-INHABER KLAGT UND NIMMT KLAGE ZURÜCK   

Alois Grass, Inhaber des "Missionswerkes Der Weg zu Jesus" (vgl. AGPF AKTUELL II/88 und III/88), hat vor Gericht Klage erhoben gegen Adelgunde Mertensacker. Grass verlangte, Frau Mertensacker solle es unterlassen, zu behaupten, 1. Das Missionswerk 'Der Weg zu Jesus' sei eine Politsekte, 2. Das Missionswerk 'Der Weg zu Jesus' sei eine Jugendsekte und 3. Grass sei ein Betrüger, der sich des Meineids, der Urkundenfälschung, des Diebstahls und der Verletzung des Post- und Briefgeheimnisses schuldig gemacht hat. Letzteres hatte Frau Mertensacker allerdings nie behauptet. Sie hatte sich vielmehr als Bundesvorsitzende der Partei Christliche Mitte an die Mitglieder gewandt, in dem Frau Mertensacker davor warnt, daß die Parteimitglieder "geradewegs in die Fänge der äußerst gefährlichen Politsekte 'der Weg zu Jesus' geführt" werden sollten: "Die beiden Sektengründer, Rüdiger Gensing und Aloys Grass, bilden zusammen mit anderen Betrügern, die sich des Meineids, der Urkundenfälschung, des Diebstahls und der Verletzung des Post- und Briefgeheimnisses schuldig gemacht haben,  den sog. Bundesvorstand der Deutschen Zentrumspartei".   

Anfang der 80ger Jahre war Adelgunde Mertensacker Bundesvorsitzende der Deutschen Zentrumspartei. Grass und Gensing versuchten, Parteiämter zu erringen, wurden jedoch nicht gewählt. Damals war der Sektenhintergrund der beiden in der Partei noch nicht bekannt. Anfang 1986 fand ein Seminar in der sekteneigenen "Burg Steineck" statt. Teilnehmer hauptsächlich leitende Mitglieder der Partei. Offenbar diente die Veranstaltung Grass für seinen parteiinternen Wahlkampf. Adelgunde Mertensacker aber erkannte bei dieser Veranstaltung, daß sie es mit Sektierern zu tun hatte, welche die Partei übernehmen wollten. Der Bundesvorstand der Partei beschloß am 7.3.1986 das Ruhen aller Parteiämter der Herren Grass und Gensing.   

Grass' Tätigkeit als Politiker ist der Öffentlichkeit heute noch genauso unbekannt, wie bis vor garnicht langer Zeit seine Tätigkeit als Inhaber des Missionswerkes. Frau Mertensacker hat später die Zentrumspartei verlassen, "auf Grund erheblicher interner Meinungsverschiedenheiten, die sich u.a. auch auf Grund ihrer Warnung vor den Sektenmitgliedern ergaben", so Schriftsatz vom 6.10.89 an das LG Münster AZ 15 O 349/89. Sie gründete ihre eigene Partei, Grass aber machte Karriere in der Zentrumspartei, stieg in den Bundesvorstand auf.   

Offenbar versucht Grass inzwischen, Mitglieder der Zentrumspartei für das ihm gehörige Missionswerk zu gewinnen. Umgekehrt ließ er seine als Schwestern verkleideten Werbedamen -das "Missionswerk" ist eine GmbH, also ein Wirtschaftsunternehmen, welches Grass gehört-, nicht nur auf dem CDU-Parteitag in Bremen auftreten, sondern auch von Haus zu Haus gehen, um Unterschriften für die Zulassung der Zentrumspartei zur Europawahl zu sammeln, so besagter Schriftsatz an das Gericht.   

Der Schriftsatz weiter:   
"Ein weiteres politisches Tätigkeitsfeld hat das Missionswerk des Klägers durch die, zumindest geistige Beteiligung an dem Arbeitskreis Christlicher Publizisten aufgetan. Zusammen mit dem Geschäftsführer des ACP, Herrn Heinz Matthias, vermarktet das Missionswerk des Klägers (also des Aloys Grass, Anm. der AGPF)   führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur politischen und propagandistischen Aufwertung seines Missionswerkes. Der Arbeitskreis christlicher Publizisten tritt an die  Politiker heran, mit der bewußten Täuschung über die Hintergründe und Mitglieder des Arbeitskreises. Es wird bewußt versucht, die Namensähnlichkeit mit dem bereits lange und honorig arbeitenden Arbeitskreis Katholischer Publizisten auszunutzen. Es werden von dem ACP Politiker zu Gesprächen mit dem Kläger (also Aloys Grass, AGPF) eingeladen und diese Auftritte  dann politisch und als Werbung für das Missionswerk ausgebeutet.  Als Beispiel fügen wir zunächst Zeitungsausrisse des ACP-Informationsdienstes über einen Besuch des Bundesministers Blüm  ... bei".   

Wohl auf Grund dieses Schriftsatzes hat Grass seine Klage zurückgenommen. Ob wirklich bewußte Täuschung vorgenommen wurde, vermag die AGPF nicht nachzuprüfen. Aber ähnlich formulierte die "Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln" v. 25.11.88:   

"Verwechslungsgefahr. Offenbar hat es Sekten-Chef Grass geschickt verstanden, mit seinem "Arbeitskreis christlicher  Publizisten e.V."  ("ACP") Verwirrung zu stiften. ... Die "ACP"  hat jedoch nichts mit der AKP, der Arbeitsgemeinschaft  katholischer Publizisten zu tun, in der seit 40 Jahren die Interessen der Katholischen Presse wahrgenommen werden".   

Grass hat in seiner Werbung die Rechtsform des eingetragenen Vereins vorgetäuscht und auf angebliche Gemeinnützigkeit hingewiesen, die es zu diesem Zeitpunkt nicht gab. Die AGPF hat darauf am 15.6.1988 hingewiesen. In aller Stille hat Grass offenbar deshalb nach diesem Hinweis durch die AGPF einen Verein gegründet, weitab vom Hauptsitz seiner Missionsfirma. Name: "Missionswerk 'Der Weg zu Jesus' e.V.", eingetragen beim Amtsgericht  2942 Jever unter der Registernummer VR 395. Sitz des Vereins: Das "Haus Eckstein" in 2941 Schortens. Es ist nicht auszuschließen, daß dieser Verein jetzt Spendenquittungen für Spenden ausstellt, die in Wahrheit der Missions-GmbH zufließen. Dann zahlt der Steuerzahler unfreiwillig mit. 

 
 
AGPF AKTUELL II/89 vom 14.7.1989 Seite 2   

BÜRGERMEISTER ALS SEKTEN-UNTERSTÜTZER   
"MISSIONSWERK GRASS"   

BÜRGERMEISTER UND BUNDESTAGSABGEORDNETER EMPFÄNGT IM   
 RATHAUS VON ST. AUGUSTIN   

Bisher war Adolf Herkenrath bundesweit vor allem als Unterstützer der berüchtigten COLONIA DIGNIDAD bekannt, die in St. Augustin ihre deutsche Zentrale unterhält. Am 31.5.1989 zeigte das EXTRABLATT den Bürgermeister im Rathaus mit "sechs fröhlichen Schwestern in weißer Tracht". Die AGPF machte Herkenrath darauf aufmerksam, daß er sich für eine Werbekampagne hat einspannen lassen und bat ihn, die Verwendung der im Rathaus entstandenen Photos zu Zwecken der Propaganda zu untersagen. Herkenrath, der offenbar die mitgesandten Informationen nicht zur Kenntnis genommen hatte: "Ihre Befürchtungen, ich würde für irgend eine Propaganda mißbraucht, teile ich nicht". Nichts anderes als Propaganda aber war schon der Artikel im EXTRABLATT. 

 
 
 
Aus: WDR Hier und Heute 17.04.1990 Mathias Erb-Sommer über Aloys Grass:


"Noch in den Fünfziger Jahren erhob der von allen Kirchen abgelehnte Priester einen Verbrecher zum Gott, wie ein Tondokument belegt:
    [Originalton Grass:] 'Und es kam die SPD zu mir und sagte, hörmal du hast doch damals die Hitlerjugend so erfolgreich geführt, jetzt baust du unsere Falkenjugend auf hier. Da habe ich denen natürlich erstmal hier Zeugnis für Adolf Hitler abgelegt, der doch der wirkliche Herr sei. Denn Adolf Hitler war damals mein Gott'. "
 



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